Barcode und Barcode-Scanner

04.11.2014 |  Von  |  Betriebseinrichtung
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Barcode und Barcode-Scanner
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Den meisten Schweizern sind der Barcode und die Barcode-Scanner lediglich vom täglichen Einkauf her bekannt. Die vielen kleinen Strichmuster auf den meisten Verpackungen erlauben an der Kasse eine schnelle Eingabe des Preises. Voraussetzung dazu ist natürlich ein passend ausgewählter Barcode-Scanner. Diese lesen den auf der Verpackung aufgedruckten Strichcode ein und machen das Kassieren schnell und komfortabel.

Wer sich nach dem Einkauf seinen Kassenbon genauer anschaut stellt fest, dass hier nicht einfach nur die Preise aufgerechnet werden. Zu praktisch jeder Position gibt es ausser dem Preis weitere Angaben zum Produkt, die jeden einzelnen Artikel nachvollziehbar machen. Das ist einer der grossen Vorteile des Einsatzes von Strichcode und Barcode-Scanner. Allerdings sind auch viel umfassendere Lösungen in der Anwendung des Barcodes möglich.



Wie geht das mit den vielen Strichen?

Der Barcode, meist auch als Strichcode bezeichnet, ist eine optoelektronisch lesbare Zeichenfolge. Diese Zeichen sind hier in aller Regel schwarze Striche mit weissen Abständen angeordnet als Balken. Einen eigentlichen Code in Form einer Verschlüsselung gibt es hier nicht. Die unterschiedlichen Breiten der Striche und der Abstände definieren die Informationen, die sich hinter dem Strichcode verbergen. Die Vielfalt der Möglichkeiten erlaubt hier eine breite Anwendung nicht nur zur Preisauszeichnung von Waren, sondern auch zur Identifikation von Produkten und Leistungen und weiteren Informationen.

Neben dem klassischen Strichcode als 1D-Code gibt es mittlerweile auch 2D-Codes, wie sie beispielsweise als QR-Code immer weiter verbreitet sind. Ein 2D-Code erlaubt dabei eine viel grössere Informationsdichte und ergänzt damit komfortabel die Möglichkeiten des klassischen Strichcodes. Sonderformen wie beispielsweise der eigens von der Deutschen Post entwickelte Strichcode sind möglich.

Die Menge der Einsatzmöglichkeiten



Barcodes lassen sich sehr vielseitig einsetzen. Neben dem weitläufig bekannten Einsatzbereich im Handel werden die Strichcodes auch in der industriellen Produktion zur Kennzeichnung von Bauteilen, in der Lagerhaltung und Logistik aber auch im medizinischen Bereich eingesetzt. Je nach gewünschtem Informationsgehalt lassen sich Barcodes relativ individuell erstellen, wobei besonders im internationalen Warenverkehr auch bestimmte Normen einzuhalten sind.

So finden sich die bekannten Strichcodes nicht nur auf Waren im Handel, sondern auch auf Halbfertigfabrikaten, medizinischen und medizintechnischen Produkten, auf Umverpackungen und können zum Übertragen bestimmter Informationen auch auf Bildschirmen dargestellt und von dort eingelesen werden.



Barcode-Scanner übersetzen die Inhalte

Zur technischen Lesbarkeit der Barcodes werden die sogenannten Barcode-Scanner eingesetzt. Hier kommen zum Lesen der Informationen unterschiedliche Systeme der optoelektronischen Erfassung in Frage. Gelesen werden können die Strichcodes von speziellen Kameras ebenso wie von unterschiedlichen Ausführungen der bekannten Barcode-Scanner.

Aus dem Lebensmittelhandel sowie aus der Lagerhaltung und Logistik sind vor allem Handscanner bekannt (Bild: Vartanov Anatoly / Shutterstock.com)

Aus dem Lebensmittelhandel sowie aus der Lagerhaltung und Logistik sind vor allem Handscanner bekannt (Bild: Vartanov Anatoly / Shutterstock.com)

Unterschieden wird bei den Barcode-Scannern zwischen fest installierten Systemen und Handgeräten. Eine Form der Handgeräte ist ein spezieller Lesestift, der die Hell-Dunkel-Unterschiede im Barcode einliest und so die entsprechenden Informationen auswerten kann. Aus dem Lebensmittelhandel sowie aus der Lagerhaltung und Logistik sind vor allem Handscanner bekannt. Diese übermitteln die eingelesenen Informationen entweder kabelgebunden oder über Funk.

Bekannt von den Discountern und Supermärkten sind auch die fest in den Kassentisch installierten Barcode-Scanner. Hier reicht ein einfaches Überziehen des Barcodes über den Kassentisch, um die erforderlichen Informationen einlesen zu können. Meist bestätigt ein Piepton, dass der Code erkannt, eingelesen und registriert wurde.

Ohne Programme geht auch hier nichts



Natürlich reichen ein aufgedruckter Barcode und das Einlesegerät nicht aus, um aus einem Barcode eine Information zu gewinnen. Das vom Barcode-Scanner eingelesene System an Zeichenabfolgen muss gewissermassen übersetzt werden. Dafür sind spezielle Programme in der angeschlossenen Rechentechnik zu hinterlegen, die aus dem eingelesenen Strichcode klare Informationen auslesen und diese sichtbar und für den Menschen lesbar machen. Nur so kommt beispielsweise im Handel die Information über Produkt und Preis auf den Kassenbon.

Selbst für das Erstellen eines logischen Barcodes werden Programme benötigt, die aus einer Klartext Information oder einer numerischen Folge einen Strichcode oder QR-Code generieren können.

Barcodes im industriellen und logistischen Einsatz

Zunehmend verbreitet ist der Einsatz von Barcodes auch in der industriellen Produktion. Hier werden vor allem einzelne Bauteile oder Baugruppen mit einem Strichcode versehen, der unterschiedliche Informationen enthalten kann. So lassen sich hier beispielsweise Angaben zum Zulieferer unterbringen oder bestimmte Materialbeschaffenheiten und andere Informationen die für den Produktionsablauf erforderlich sind unterbringen.

Immer häufiger finden sich die Strichcodes auch auf Etiketten in der Lagerhaltung und Logistik. So können am Wareneingang oder im Versand Informationen über Packungsinhalte und andere Variablen einfach über den Stichcode übermittelt und eingelesen werden. Auch Versandinformationen lassen sich auf diese Weise deklarieren.

Nicht selten findet sich der Strichcode selbst im medizinischen Bereich. Hier werden oftmals in der Krankenhausbetreuung über den Strichcode spezielle Abrechnungsinformationen gespeichert, die dann zur Kostenabrechnung eingelesen werden können, ohne dass umständliche handschriftliche oder lange Textabfolgen erforderlich werden. Das lohnt sich zumindest bei Standardbehandlungen, die von den Krankenkassen nach einem festen Kostensatz abgerechnet werden.

Alles in allem zeigt sich, dass der Strichcode trotz seiner bereits weiten Verbreitung immer neue Anwendungsmöglichkeiten findet und spürbar zur Erleichterung bestimmter Prozesse in den unterschiedlichsten Bereichen beitragen kann.




 

Oberstes Bild: © Voznikevich Konstantin – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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