Bei der Einrichtung Ihres Arbeitszimmers sollten Sie 5 Fehler unbedingt vermeiden

12.01.2015 |  Von  |  Büroeinrichtungen
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Bei der Einrichtung Ihres Arbeitszimmers sollten Sie 5 Fehler unbedingt vermeiden
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Als Freiberufler verbringen Sie einen grossen Teil Ihrer Lebenszeit an einem Arbeitsplatz – egal, ob online vom Home-Office aus oder im Büro ausserhalb der eigenen vier Wände. Wie Sie sich auch eingerichtet haben, schnell können Schmerzen infolge von Fehlhaltungen eintreten. Bedingt durch minderwertiges Mobiliar, falsche Kombinationen der einzelnen Möbelstücke oder einfach eine Fehleinschätzung der eigenen Arbeitsweise. Wir haben Ihnen fünf Fehler zusammengestellt, die im eigenen Arbeitszimmer vermeidbar sind – und das ziemlich einfach.

1. Die Arbeitszeit am häuslichen Schreibtisch wird unterschätzt



Vor allem, wenn Sie eigentlich ausser Haus arbeiten und den Arbeitsplatz zu Hause „nur“ für eventuell anfallende kurze Tätigkeiten vorgesehen haben. Dann nämlich scheint ein teures Modell nicht wirklich nötig zu sein. Denn eigentlich reicht doch der alte PC-Tisch vollkommen aus. Er lässt sich aufgrund einer verkanteten Schraube allerdings nicht mehr auf Ihre Höhe, anstatt der Ihres heranwachsenden Kindes einstellen.

Sie brauchen sich in diesem Fall nicht über hartnäckige Nacken- oder Kreuzschmerzen zu wundern. Vor allem Selbstständige unterschätzen meist enorm die Dauer ihrer daheim verbrachten Arbeitszeit. Hier hilft es, einmal Buch zu führen. Wenn Sie mehr als fünf Stunden in der Woche mit „Heimarbeit“ verbringen, haben Sie de facto ein Home-Office und da wird es Zeit, sich eine anständige Büroausstattung zu kaufen.

2. Blendendes Licht schadet den Augen

Während der Arbeit ist blendendes Licht ein echtes Tabu – egal ob Sonnenlicht durch die  Fensterscheiben scheint oder künstliches Licht strahlt. Die Leuchtquellen sollten immer hinter Ihnen angebracht sein und den Arbeitsplatz aus Ihrem Rücken heraus beleuchten. Achten Sie darauf, dass Ihr PC Ihnen Ihre Arbeit zeigt und nicht Ihr Spiegelbild. Nicht nur, dass blendendes Licht für die Augen schädlich ist und Sie aus der Konzentration reisst, Ihr Körper versucht dieser Störung dann permanent und unbewusst auszuweichen. Das kann zu Nacken- und Schulterverspannungen und sogar Kopfschmerzen führen.



Achten Sie auf eine ausreichend helle Beleuchtung, die von einer leicht streuenden Schreibtischlampe ausgeht. Sehr punktuelle Aufhellungen mit scharfem Kontrast von Hell und Dunkel sind nicht günstig. Stellen Sie Ihren Schreibtisch am besten in einem rechten Winkel zum Fenster auf, falls dies möglich ist. Schaffen Sie Schattierungsmöglichkeiten wie einstellbare Jalousien oder leichte Vorhänge. Diese sollten dennoch Tageslicht durchlassen.

Stuhl und Schreibtisch sollten Sie nach Möglichkeit einander anpassen. (Bild: Boris Rabtsevich / Shutterstock.com)

Stuhl und Schreibtisch sollten Sie nach Möglichkeit einander anpassen. (Bild: Boris Rabtsevich / Shutterstock.com)




3. Ganz wichtig: Richtiges Sitzen

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Ein hochwertiger ergonomisch gestalteter Bürostuhl ist ein Muss für die Ausstattung. Hier zu sparen, wäre ein folgenschwerer Fehler. Die aus falschem Sitzen resultierenden orthopädischen Probleme können essenziell und irreversibel sein – und Sie später sehr viel teurer werden als es die Anschaffungskosten einmal waren. Lassen Sie sich genug Zeit für die Recherche und probieren Sie verschiedene Varianten aus. Passen Sie nach Möglichkeit Stuhl und Schreibtisch einander an.

Sowohl die Sitzhöhe als auch die Armlehnen sollten in jedem Fall bequem verstellbar sein.  Um ein dynamisches Sitzen mit vielen Positionsveränderungen zu unterstützen, muss die Rückenlehne beweglich genug sein. Bei der Einstellung ist darauf zu achten, dass sich Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander befinden, wenn Sie auf dem Möbel sitzen.

4. Ist Ihr Schreibtisch beweglich und farblich passend?

Büromöbel werden oft danach ausgewählt, dass der Bürostuhl flexibel beweglich sein müsse, der Schreibtisch aber notwendigerweise starr sein sollte. Hierbei ist allerdings das Gegenteil richtig: Gute Schreibtische lassen sich auf unterschiedliche Weise passend zum Nutzer einstellen, sowohl höhenmässig als auch bei der Neigung der Tischplatte. Nehmen Sie diese Einstellungen erst dann vor, wenn Sie den Bürostuhl individuell optimal justiert haben. Die Faustregel lautet: Legen Sie Ihren Unterarm mit der Handfläche nach unten auf den Tisch und prüfen Sie, ob sich Ihr Oberarm im rechten Winkel dazu befindet.



Häufig wird auch die Wahl einer geeigneten Schreibtischoberfläche ignoriert. Wählen Sie dafür möglichst kein Glas, denn es finden oft unbewusste Vermeidungsreaktionen des Armes statt, um nicht mit dem kalten Material in Berührung zu kommen. Folglich spannen Sie konstant die Muskeln leicht an, was wiederum Verspannungen nach sich zieht. Zu helle oder reflektierende Oberflächen werfen das Licht zurück und haben dadurch einen blendenden Effekt (siehe Punkt 2), selbst dann, wenn sich die Lichtquelle hinter Ihnen befindet. Suchen Sie nach warmen, neutralen Farben oder purem Holz als Oberflächenmaterial.

5. Zu Hause mit dem Laptop weiterarbeiten

Das ist ein absolutes No-go, es wird aber von 90 % aller Freiberufler geflissentlich ignoriert. Der Abstand zwischen Ihren Augen und dem Bildschirm spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ideal ist es nämlich, wenn das Display ungefähr 50 Zentimeter vom Gesicht entfernt auf Augenhöhe platziert wird. Dafür bedarf es eines hinreichend grossen Monitors, den beispielsweise Tablets und Netbooks gerade nicht bieten.

Hinzu kommt noch eine falsche Armhaltung beim Nutzen des tragbaren Geräts. Ihr Arme hängen sozusagen in der Luft und sind nicht abgelegt, um per Maus den Cursor zu bedienen. Die Konsequenz ist eine konstante Reizung der Gelenke, die bis zur Sehnenscheidenentzündung führen kann. Der vielen bekannte Tennisarm ist eigentlich längst zu einem Laptop-Arm geworden, wie die Orthopäden bestätigen.

Die Versuchung ist natürlich gross, denn schliesslich müssen sonst täglich Daten von einem zum anderen Gerät überspielt werden. Investieren Sie dennoch lieber in eine Cloud-Lösung und einen Home-PC, als ständige Kopfschmerzen und langfristige Augenschäden zu riskieren. Alternativ können Sie zu Hause Monitor, Tastatur und Maus an Ihren tragbaren Begleiter anschliessen.




 

Oberstes Bild: © Kekyalyaynen – Shutterstock.com

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