Das richtige Licht steigert die Arbeitsqualität

17.12.2014 |  Von  |  Büroeinrichtungen
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Das richtige Licht steigert die Arbeitsqualität
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Für ein effektives Arbeiten stellt die geeignete Beleuchtung eine wesentliche Grundlage dar. Dabei ist es nicht nur entscheidend, die Arbeitsmittel und die Umgebung erkennen zu können, auch für die Stimmung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist die Beleuchtung am Arbeitsplatz in erheblichem Mass mitverantwortlich.

Nach wie vor ist Tageslicht die wichtigste Lichtquelle. Sie ist sogar, solange keine wichtigen Gründe dagegen sprechen, eine Voraussetzung, um einen Arbeitsplatz einrichten zu dürfen. In den Sommermonaten, in denen Tageslicht meist im Überfluss vorhanden ist, stellt dies kein Problem dar, doch spätestens ab Mitte Oktober, wenn die Tage wieder kürzer und dunkler werden, muss verstärkt mit künstlichem Licht nachgeholfen werden.

In Europa ist die Glühlampe mittlerweile nahezu vollständig aus dem Alltag verschwunden. Ihr Betrieb ist zu energieintensiv, vor allem wegen ihrer starken Wärmeabstrahlung. Deshalb wurde für eine grossflächige Beleuchtung schon früh nach Alternativen gesucht.
Noch bis vor wenigen Jahren waren kostenbedingt Leuchtstoffröhren das Mass aller Dinge und wurden standardmässig als Hänge- oder Kassettenleuchten weltweit in die Büros eingebaut. Doch inzwischen sind sie aus vielen Gründen in Verruf geraten.

Eine unangenehme Eigenschaft der Leuchtstoffröhren besteht darin, dass sie, wenn ihre Lebenszeit zu Ende geht, unangenehm flackern und brummen. Doch auch während ihres normalen Betriebs haben sie Nebenwirkungen: Statt durchgängig zu leuchten, produzieren sie das Licht in einem ultraschnellen Hell-dunkel-Rhythmus. Dieser wird zwar nicht bewusst wahrgenommen, doch das menschliche Auge reagiert trotzdem darauf. Da sich das Auge permanent den wechselnden Lichtverhältnissen anzupassen versucht, kommt es zu Müdigkeit, tränenden Augen und zu einer möglichen Verschlechterung der Sehleistung. Ein weiterer Nachteil von Leuchtstofflampen ist zudem, dass sie nicht das ganze Lichtspektrum emittieren. Somit ist das abgegebene Licht dieser Leuchtmittel sehr unnatürlich und schränkt die Wohlfühlqualität sehr ein.

Deshalb werden Leuchtstoffröhren heutzutage zunehmend von LED-Leuchtstäben verdrängt. Sie sind zwar wesentlich teurer als die alten Leuchten, aber halten dafür auch wesentlich länger. Zudem verbrauchen sie noch weniger Strom und scheinen absolut gleichmässig. Mit den sogenannten RGB-LED-Leuchten kann jede beliebige Leuchtfarbe erzeugt und sogar gewechselt werden. Deshalb wurden sie bereits freudig von Aquarienbesitzern aufgenommen: Für die Liebhaber von Zierfischen sind diese programmbetriebenen Lampen, die einen natürlichen Lichtwechsel nachahmen können, ideal.

Sonnenaufgänge, vorüberziehende Wolken oder Dämmerungen können auf diese Weise simuliert werden, was für das Tier- und Pflanzenwachstum im Aquarium entscheidend ist. Doch für menschliche Anwendungen ist diese Technik bislang nur als Tisch- und Wohnzimmerlampe erhältlich. Vermutlich wird es aber nicht mehr lange dauern, bis die ersten Hersteller etwas Ähnliches für Büro und Werkbank anbieten.

In diesem Zusammenhang sind die brandneuen „Solartubes“ genial. Diese Leuchtmittel sind zwar aufwändig zu installieren und nur tagsüber zu gebrauchen, aber solange die Sonne scheint, sind sie zur Innenbeleuchtung eines Raumes einfach grossartig. Solartubes bestehen aus einem Kollektor, der auf dem Dach installiert wird. Mithilfe von Glasfasern leitet der Kollektor das Sonnenlicht in die Innenräume, wo ein angeschlossener Diffusor das Licht im Raum streut und eine absolut natürliche Lichtquelle erzeugt. Leider sind diese Leuchtmittel, die absolut stromlos und verschleissfrei arbeiten, nachträglich schlecht zu installieren. Wer jedoch seinen Bürokomplex erweitern möchte, sollte die Installation dieser Lichtquelle in Erwägung ziehen.


Noch bis vor wenigen Jahren waren kostenbedingt Leuchtstoffröhren das Mass aller Dinge. (Bild: © fmua - shutterstock.com)

Noch bis vor wenigen Jahren waren kostenbedingt Leuchtstoffröhren das Mass aller Dinge. (Bild: © fmua – shutterstock.com)


Doch für ein ergonomisches Arbeiten ist nicht nur die Wahl des Leuchtmittels wichtig. Ebenso entscheidend ist auch die Positionierung der Lichtquellen, um eine arbeitsfördernde Wirkung der Beleuchtung zu sichern.

Bei der Einrichtung eines Bildschirmarbeitsplatzes sollte stets berücksichtigt werden, dass dieser im rechten Winkel zum Fenster aufgestellt wird. Weder darf der Bildschirm vor dem Fenster stehen noch ihm gegenüber. Der Grund dafür ist, dass das natürliche Sonnenlicht in einer Stärke zwischen 10’000 und 100’000 Lux scheint, ein Bildschirm dagegen nur mit maximal 750 Lux arbeitet. Somit würde die Arbeit an einem direkt vor dem Fenster platzierten Bildschirm eine unnötig grosse Anstrengung bedeuten.

Deckenlampen, die den Arbeitsraum mit einer grundlegenden Beleuchtung ausstatten sollen, müssen einen Blendschutz haben. Halogen-Brenner und Flutlichter sind ausschliesslich für eine punktuelle Beleuchtung bei absoluter Dunkelheit erlaubt, denn bei Licht gilt, dass nur so viel wie nötig eingesetzt werden sollte, um eine angenehme Atmosphäre zu erzeugen. Hierbei hat sich ein Mindest-Beleuchtungsniveau von 500 bis 1000 Lux bewährt. Besonders für das Lesen von Papiervorlagen ist diese Beleuchtungsstärke optimal.

Weiterhin sollte berücksichtigt werden, dass die Beleuchtung den wechselnden Anforderungen angepasst werden kann. Dies können getrennt ein- und ausschaltbare Lichtbänder an der Decke und idealerweise dimmbare Leuchtmittel am Arbeitsplatz gewährleisten.

Doch für die Eignung einer Leuchtquelle in einem Arbeitsraum stellt neben der Lichtstärke auch die „Farbtemperatur“ einen entscheidenden Faktor dar. Diesbezüglich haben sich für die Bildschirmarbeit reinweisse Leuchtmittel mit einer Farbtemperatur von ca. 4000 Kelvin bewährt. Deckenlampen und Treppenlichter können mit 5000 bis 6000 Kelvin Farbtemperatur betrieben werden. Höhere Farbtemperaturen werden häufig als unangenehm und grell empfunden, auch wenn sie gewisse biologische Vorteile besitzen.

Neben Farbe, Temperatur und Helligkeit des Lichts ist weiterhin auch seine Diffusion entscheidend. Primär wird die Streuung durch einen Filter am Leuchtmittel erzeugt, doch helle Wände und Einbauten tragen zusätzlich zur Streuung des Lichtes bei. Dies erhöht die Raumhelligkeit und somit das räumliche Ambiente, was nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für professionelle Meetings mit Kunden entscheidend ist. Deshalb sollten dunkle Möbel und Wände, die zu viel des Lichts „schlucken“, vermieden werden.

Die richtigen, optimal gestalteten Leuchtmittel können sowohl die Arbeitsqualität als auch die Atmosphäre in einem Raum umgehend verbessern. Idealerweise kann diesbezüglich eine professionelle Beratung hinzugezogen werden. Dank der gesteigerten Leistung und Motivation der Mitarbeiter werden sich die Investitionen in diesem Punkt schnell wieder amortisieren.

 

Oberstes Bild: © hacohob – shutterstock.com

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