Die Mitarbeiterzeitung als internes Kommunikationsmittel

03.01.2015 |  Von  |  Allgemein
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Die Mitarbeiterzeitung als internes Kommunikationsmittel
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Die Mitarbeiterzeitung ist ein oftmals vernachlässigtes Medium bei der internen Kommunikation in Unternehmen. Als direkter Draht zu den Angestellten stellt sie aber auch ein wichtiges Führungsinstrument dar.

Manchen Firmen mangelt es an finanziellen Ressourcen und Personal für die inhaltliche und formale Herstellung, andere wiederum nutzen das Magazin als Präsentationsportal für die Chefetage. Tatsächlich kann eine Mitarbeiterzeitung kostengünstig und sehr effektiv die Belegschaft motivieren sowie den Teamgeist und die emotionale Bindung an ein Unternehmen fördern und festigen. Aufgrund dieser gravierenden Vorteile sehen sich zunehmend auch kleinere Betriebe veranlasst, solche Zeitschriften als internes Kommunikationsmittel zu etablieren.



Im Mittelpunkt stehen die Beschäftigten

Was sollte eine Mitarbeiterzeitung auf keinen Fall sein? Die Depesche der Führungsriege beziehungsweise des Chefs. Stattdessen ist sie eines der wichtigsten Instrumentarien in der internen Kommunikation einer Firma. Ihr Ziel: die Wünsche, Meinungen und Interessen der Mitarbeiter abzufragen und zu bedienen. Im Corporate Design des Unternehmens vermittelt das Blatt zeitnah wichtige Entscheidungen des Managements zu den Angestellten und informiert sie über die Hintergründe. Als Informationsmedium berichtet sie über alle relevanten Themen, angefangen bei der Einführung neuer Produkte oder Dienstleistungen bis hin zur Renovierung der Kantine.

Das bedeutet auch, dass die Zeitung genügend Freiraum dafür bieten muss, Themen, Probleme und Sorgen der Mitarbeiter aufzugreifen. Sie soll diese diskutieren und Lösungen anbieten. Dies geschieht mit dem Ziel, ein offenes und vertrauensvolles Betriebsklima zu schaffen.

Die Mitarbeiterzeitung kann im Unternehmen verteilt werden oder zum Download im Intranet zur Verfügung stehen. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)

Die Mitarbeiterzeitung kann im Unternehmen verteilt werden oder zum Download im Intranet zur Verfügung stehen. (Bild: Syda Productions / Shutterstock.com)




Ein Redaktionsstatut garantiert Unabhängigkeit

Die Akzeptanz und ein positiver Effekt der Mitarbeiterzeitung stehen und fallen mit der Vielschichtigkeit ihrer Texte, den Inhalten, dem Grad der Meinungsfreiheit und der Ausdrucksstärke der Fotos. Um die Unabhängigkeit der Redaktionsleitung zu garantieren, ist zu empfehlen, dass die arbeitende Redaktion ein eigenes Statut erhält. Dieses sollte diese Ungebundenheit garantieren und die Arbeitsbedingungen des selbstständig agierenden Redaktionsteams festschreiben. Das Statut beinhaltet in der Regel auch Verfahrensrichtlinien beziehungsweise eine Geschäftsordnung, die den Umgang mit Konflikten erleichtert.



Redaktionelle Konzepte

Das redaktionelle Konzept einer Mitarbeiterzeitung sieht Berichte aus dem Unternehmen vor. Beispielsweise werden die verschiedenen Abteilungen vorgestellt, neue Produkte und Dienstleistungen präsentiert sowie geänderte Strategien und die Anwendung neuer Produktionsverfahren beschrieben. Weitere Themen können sein: die Anschaffung topaktueller Maschinen, besondere Erfolge inner- und ausserhalb des Betriebes, die erfolgreiche Akquise wichtiger Aufträge, Schulungen und Weiterbildungen, soziale Leistungen und neue betriebliche Einrichtungen oder Vergünstigungen. In das Magazin gehören auch Mitteilungen über geplante oder bereits erfolgreiche PR-Aktionen sowie Ankündigungen im sozialen Kontext, Berichte über Betriebsversammlungen oder über die Arbeit des Betriebsrates, Veranstaltungen, Betriebssport, Sozialleistungen, die Beantwortung von Fachfragen und die Unfallverhütung.



Themen ausserhalb des Unternehmensbereichs können Artikel über wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklungen enthalten, über die aktuelle wirtschaftliche Lage, Meinungen und Märkte, das Branchengeschehen, über Wettbewerber und auch Servicethemen, beispielsweise Ausflugstipps in die Umgebung, Reise- und Veranstaltungshinweise, verschiedene Rätsel, ein Floh- und Wohnungsmarkt, Leserbriefe oder Steuertipps.

In jeder Ausgabe rückt ein aktuelles oder besonderes Unternehmensthema in den Fokus der Berichterstattung. Dieses wird von Expertenmeinungen, praktischen Beispielen, Kommentaren und Interviews flankiert. Darüber hinaus lebt eine Mitarbeiterzeitung auch von der Interaktion: Die Beschäftigten sollten deshalb Gelegenheit erhalten, Feedbacks abzugeben und ihre Meinung mitzuteilen. Das Interesse der Leser wird ausserdem geweckt durch unterschiedliche journalistische Darstellungsformen – das können Reportagen, Glossen, Kommentare oder Interviews sein – sowie durch interne Personalia, beispielsweise runde Geburtstage, Jubiläen oder besondere sportliche Leistungen.

Bevor Bildmaterial in der Zeitung veröffentlicht wird, müssen der oder die Mitarbeiter, welche deutlich auf einem Bild zu erkennen sind, bezüglich der Veröffentlichung um Erlaubnis gefragt werden. Im Idealfall geschieht das in Form einer schriftlichen Genehmigung.

Fliessende Informationen

Layout, Gestaltung und Redaktion sind Aufgaben der unternehmensinternen Presseabteilung. In kleineren Unternehmen obliegen sie dem Presseverantwortlichen beziehungsweise gehören in die Hände von externen Dienstleistern. Mit der entsprechenden Software ist es nahezu jedermann möglich, formal eine Zeitung zu gestalten. Diejenigen, die für die Inhalte verantwortlich sind, müssen allerdings in den internen Informationsfluss eingebunden sein. Das gilt für eigene Mitarbeiter, aber umso mehr für externe Dienstleister, die entsprechend umfangreich gebrieft und über die hausinternen Geschehnisse informiert werden müssen.

Die Mitarbeiterzeitung kann im Unternehmen verteilt oder an die Wohnadressen verschickt werden und zum Download im Intranet zur Verfügung stehen. Wichtige Adressaten sind auch ehemalige Beschäftigte und Aktionäre. Das Firmenmagazin ist indes keine Kundenzeitschrift, sondern allein ein Instrument der internen Kommunikation.

Einbindung der Mitarbeiter in das Redaktionskonzept

Wie andere Medien auch lebt die Mitarbeiterzeitung von einem originellen Titel. Und wer könnte bei dieser Suche nach einem Namen prädestinierter sein als die eigene Belegschaft? Um die Namensgebung anzukurbeln, bietet sich eine Vorschlagskampagne im Rahmen eines Wettbewerbs unter den Mitarbeitern an. Das ist ein konsequenter Weg, um die nötige Akzeptanz und das Engagement in der Belegschaft zu wecken denn sie soll sich später auch an den Inhalten beteiligen. Je nach Betriebsgrösse und Fülle des vorhandenen Materials variiert die Erscheinungsweise einer Mitarbeiterzeitung von monatlich bis zu einmal im Vierteljahr.



 

Oberstes Bild: Die Mitarbeiterzeitung als internes Kommunikationsmittel (© bikeriderlondon / Shutterstock.com)

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