Firewall als Schutz vor Trojanern. Wie funktioniert sie?

07.01.2015 |  Von  |  Sicherheit
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Die von Hackern ausgehenden Gefahren für einen Computer sind verschiedenartig. Sie reichen vom Auslesen  persönlicher oder geschäftlicher Daten bis zum Abfangen von Passwörtern oder Transaktionsnummern beim Online-Banking. Viele Anwender holen sich einen Trojaner unbemerkt auf ihren Rechners, und erst Stunden oder Tage nach der Infizierung wird.er sichtbar. Mit einer Firewall lässt sich in solchen Fällen oft noch schlimmerer Schaden vermeiden. Sicherheit am Computer ist äusserst wichtig – ob im Büro oder zu Hause.

Bei der Firewall handelt es sich um ein Schutzprogramm, das inzwischen für jeden Computer  empfohlen wird. Die Installation ist allerdings kein Ersatz für ein Anti-Viren-Programm – auch nicht umgekehrt – vielmehr stellt sie eine zusätzliche Massnahme dar, um das Surfen im Internet sicherer zu gestalten. Bemerkt die Software, dass es im Hintergrund des Systems zu ungewöhnlichen Datentransfers zwischen dem Netz und dem Computer kommt, werden diese von ihr ganz gezielt unterbunden. Der Nutzer kann sogar explizit angefragt werden, ob die jeweilige Verbindung erlaubt werden soll.



Leider ist das Aufspielen einer Firewall kein Allheilmittel, um sich unter Windows oder iOS zuverlässig gegen Trojaner zu schützen. Schliesslich werden die schädlichen Backdoor-Programme durch ihre Tarnung vielmals bewusst vom Computernutzer eingefangen. Ist sein schädigendes Wesen jedoch erst einmal erkannt und der Trojaner versucht eine illegale Datenübertragung, wird eine leistungsstarke Firewall dies ausschließen. Natürlich sollten parallel dazu Massnahmen ergriffen werden, um den Störer vom Rechner zu entfernen, damit er wieder uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Betriebssystem erfasst Aktivitäten im Internet

Um den Sinn einer Firewall als effektive Schutzmassnahme vor einem Trojaner zu verstehen, sollten mögliche Auswirkungen der Schadsoftware im Vergleich zu klassischen Computerviren klar sein. Ist der Rechner mit dem Trojaner infiziert, kommt es ja nicht unmittelbar zu einer direkten Schädigung, beispielsweise zur Löschung der Festplatte, stattdessen können unbemerkt Daten über das Backdoor-Programm an den Hacker übermittelt werden. Für jeden Datenaustausch wird eine aktive Verbindung ins Internet benötigt, wobei das Betriebssystem generell jede Verbindung erfasst und dokumentiert. Im Hintergrund des Geschehens wird somit präzise erfasst, welche Verbindungen mit dem Netz aufgebaut werden, sei es über einen Browser, das E-Mail-Programm oder einen Spiele-Client.

Eine Firewall schützt mit bestimmten Funktionen vor Trojanern



Dieser Schutzwall erfasst nicht einfach nur Tätigkeiten des Rechners im Internet, genauer gesagt findet eine gezielte Analyse statt. Dabei wird erst einmal jede Verbindung zu Webseiten, zum Mailprovider und weiteren Diensten als gefährliche Aktion eingestuft. Das Programm ist in dieser Hinsicht aber auch lernfähig, denn der Nutzer kann bei richtiger Einstellung der Firewall selbst über vertrauenswürdige Verbindungen entscheiden. Kommt ihm eine bestimmte Internetverbindung befremdlich vor, kann er sich mit dieser genauer befassen und möglicherweise herausfinden, dass es sich dabei um einen Trojaner handelt. Ist das der Fall, kann die Firewall dann zukünftig verhindern, dass sich eine Verbindung zwischen dem eigenen Computer und dem Hacker aufbaut.





Vorsicht bei E-Mails und Programmen weiterhin geboten. (Bild: Vanatchanan / Shutterstock.com)

Vorsicht bei E-Mails und Programmen weiterhin geboten. (Bild: Vanatchanan / Shutterstock.com)

Weiterhin Vorsicht bei E-Mails und sonstigen Programmen

Eine Firewall kann nicht grundlegend verhindern, dass man sich eine Trojaner-Software auf den eigenen Computer holt. Dies liegt in der Natur dieses Schädlings, der sich als gefährliches Zusatzprogramm mit einer nützlichen Software tarnt, beispielsweise mittels einer praktischen Spieleanwendung. Wenn ein Anwender Interesse an dieser Software hat, wird er bewusst ihrem Download zustimmen und auch eine Nachfrage der Firewall bestätigen. Attraktiver ist der Schutz der Firewall erst nach der Infizierung, denn dann kann man sich als Nutzer für oder gegen den bewussten Aufbau einer Datenverbindung entscheiden.

Vertrauen in ausschliesslich seriöse Software



Ob privat oder geschäftlich – der beste Schutz vor einem Trojaner besteht darin, auf das Herunterladen von Software dubioser Anbieter gänzlich zu verzichten. Mit solchen Angeboten oder auch schon beim Öffnen von Anhängen einer E-Mail wird oftmals der Rechner infiziert.  Selbst die Anmeldung auf Websiten mit einem vermeintlich seriösen und gewohnten Erscheinungsbild kann dazu beitragen. Gerade in der Ära der Apps und ähnlichen Zusatzprogrammen für Tablets und Smartphones ist die Versuchung sehr gross, sich beim Download schon mal auf einen weniger bekannten Anbieter einzulassen. Schaut man hierbei vor einem Herunterladen der Software im Internet nach, welche Erfahrungen weitere Nutzer mit dem Programm gesammelt haben, wird das meist nutzbringend sein. Vielleicht haben andere sogar schon den schädigenden Charakter dieser Ware aufdecken können.

Sinnvolle Kombination: Firewall plus Anti-Viren-Schutz

Verfügt ein Rechner noch nicht über eine Firewall, kann nachträgliches Installieren trotzdem hilfreich sein, um einen Trojaner in seiner Wirkung nicht voll zur Entfaltung kommen zu lassen. Der bessere Weg besteht natürlich darin, sich vorab optimal auszurüsten, indem ein umfassender Schutz für den eigenen Computer installiert wird. Dabei sollte zugleich an eine Firewall und an einen Anti-Viren-Schutz gedacht werden. Alle namhaften Betriebssysteme bieten mittlerweile eigene Software systemintern an. Es scheint sinnvoll, eine Ergänzung um professionelle Programme seriöser und spezialisierter Anbieter vorzunehmen. Gerade im beruflichen Umfeld ist das zu empfehlen. Mit deren Unterstützung ist ein Rechner oftmals schon geschützt, bevor Angriffe und Infizierungen überhaupt zustande kommen können.




 

Oberstes Bild: © sarahdesign – Shutterstock.com

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