First Class beim Fliegen – im Privat- oder Firmenjet

13.11.2014 |  Von  |  Transportgeräte
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First Class beim Fliegen – im Privat- oder Firmenjet
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Es wird häufig darüber gesprochen, wie das Fliegen in der First Class ausschaut. Doch ist der Flug in einer Chartermaschine von A nach B wirklich First Class? Nein, natürlich nicht. Der ultimative Beweis für einen exponierten Status gelingt nur dann, wenn man seinen Weg in der Luft mit einer Privatmaschine oder einem Firmenjet hinter sich bringt. 

Gulfstream oder Falcon, das sind die wirklichen Statussymbole in der Luft. Gerade dann, wenn es um einen schnellen Reiseweg geht, den man mit maximalem Komfort absolvieren möchte, zeichnet sich ein Trend ab, der da heisst: Klotzen statt kleckern. Bescheidenheit ist dann nicht mehr en vogue, wenn man sich in die Luft begibt.

Ein Flug im Firmen- oder Privatjet: ultimativer Luxus

Wer das Glück hat, einen Flughafen vor der Haustür zu wissen, für den tut sich die Tür der absoluten High Class schnell auf. In den Dienstwagen, der möglichst von einem Chauffeur gefahren wird, und ab geht es zum Flughafen. Dort sind die Wartezeiten recht kurz, denn die Airports verfügen natürlich über gesonderte Terminals für Kunden, die im Besitz einer privaten Flugmaschine sind. Dort muss man nur noch durch die Sicherheitsschleuse und kann dann wieder den eigenen Pkw besteigen. Das – natürlich luxuriöse – Gefährt fährt den erfolgreichen, glücklichen und nicht unvermögenden Besitzer des Jets über das Rollfeld bis hin zur Privatmaschine oder zum Firmenjet.

Das ganze Prozedere, welches für „Normalsterbliche“ nicht selten mit einem Zeitaufwand von über 60 Minuten verbunden ist, dauert so weniger als fünf Minuten. Nein, nicht der Sicherheitscheck, denn wer entführt schon seine eigene Maschine oder sprengt sie in die Luft? Mit dem Zeitbedarf von fünf Minuten ist der Zeitraum gemeint, bis man an seiner Maschine steht – zum Beispiel vor einer Gulfstream G 550!

Gulfstream G 550 – Luxus pur in der Luft

Rolly-Royce-BR-710-Turbomotoren hauchen der G 550 Leben satt ein. Die mittlere Reisegeschwindigkeit liegt bei Mach 0,8 (also rund 850 km/h). In der Spitze bewegt sich die Gulfstream mit beinahe Mach 0,9 (rund 950 km/h) durch die Lüfte. Die Reichweite des Privatfliegers liegt bei etwa 12’500 Kilometern; damit ist man in der Lage, von Zürich aus Tokio, Dubai oder auch Singapur problemlos zu erreichen. Von den diversen Destinationen in Europa und den USA muss man da gar nicht sprechen.

Beim Test hat es die G 550 seinerzeit von Orlando im Bundesstaat Florida in den USA nach Seoul in Südkorea in etwas mehr als 14 Stunden geschafft. Ein wahrlich guter Schnitt für 13’500 Kilometer. Platz bietet die G 550 für 8 bis 14 Sitzplätze – schliesslich muss auch das Personal einen Sitzplatz in der Luft haben. Sobald man die G 550 betreten hat, umgibt einen purer Luxus, was bei einem Firmenflieger oder einem Privatjet auch so sein sollte.


Ein Flug im Firmen- oder Privatjet: ultimativer Luxus (Bild: © Tyler Olson - shutterstock.com)

Ein Flug im Firmen- oder Privatjet: ultimativer Luxus (Bild: © Tyler Olson – shutterstock.com)


Schlafen und arbeiten in der Luft – mit einem Privatjet obligatorisch

Wer in den Genuss kommt, einen Privatjet zu betreten, wird von der Innenausstattung schlicht begeistert sein. Häufig sind die Wandelemente mit Holz vertäfelt. Dicke Teppiche sorgen dafür, dass jedes Schrittgeräusch gedämpft wird – ein grosser Vorteil, wenn man auf einer längeren Strecke mal schlafen möchte. Die Sitze, die im Firmenjet oder im Privatflieger verbaut sind, überzeugen nicht nur durch ihre Grösse, sondern sind im Normalfall auch aus edlem Leder gefertigt. Gegerbtes Rindsleder in einer Farbe nach Wahl gehört zum normalen Standard. Mit wenigen Griffen sind die Sitze im hinteren Kabinenbereich zumeist zu Betten umbaubar. Verdunkelt werden die Kabinen selbstverständlich vollautomatisch und nicht so, wie man es aus der Holzklasse im Flugzeug kennt: per Hand.

Auch das Arbeiten und die Freizeitgestaltung in der Luft gestalten sich vorzüglich. Natürlich kann man als stolzer Besitzer einer Privatmaschine oder als begeisterter Nutzer eines Firmenfliegers wie am Boden im eigenen Büro seiner Arbeit nachgehen. Telefonieren, Faxen, Mailen – nichts ist in der Luft unerwünscht oder gar unmöglich. Doch auch wer bereits mit fertigen Akten in den Flieger steigt oder einfach in die Ferien fliegen will, tut das mit einem entsprechenden Entertainment-Programm. 19- und 24-zöllige Monitore sorgen dafür, dass man Filme via Blue Ray oder DVD geniessen darf oder sich die Flugzeit mit diversen Spielekonsolen versüssen kann.

In der Luft lassen sich die Kabinenbereiche in zwei verschiedenen Zonen temperaturtechnisch regulieren. Wer es also gerne wärmer oder kälter möchte, muss sich mit den restlichen Mitfliegern nur absprechen. Und bei allem gebotenen Luxus spart man sogar massiv Zeit, denn verglichen mit Linienflügen ist man mit einem Privatjet oder einer Firmenmaschine stets nonstop unterwegs – sieht man von eventuellem Zwischentanken einmal ab.

Privatjet und Firmenflieger – preislich ein exklusives Hobby

Luxus hat natürlich seinen Preis. Wer die Freiheit geniessen möchte, einen Privatjet in seinem Fuhrpark zu haben, muss bedenken, dass es nicht nur mit dem Anschaffungspreis eines Flugzeugs wie der Gulfstream G 550 getan ist, der sich bei rund 50 Millionen US-Dollar befindet. Auch die Flugstrecke ist zu bezahlen, und da richtet sich der Kurs nach den nötigen Flugstunden. Schlägt die Kurzstrecke noch mit „erträglichen“ 3000 Franken je Flugstunde zu Buche, muss man für den Langstreckenflug schon ein wenig mehr auf den Tisch legen. Auf langen Strecken wird die Flugstunde dann mit 12’000 Franken berechnet, und wer zehn Stunden je einfacher Strecke unterwegs ist, muss für den Hin- und Rückflug mithin 240’000 Franken zahlen. Ein Kurs, der absolute Exklusivität verleiht und den man sich erst einmal leisten können muss.

 

Oberstes Bild: © Tyler Olson – shutterstock.com

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