Industrie 4.0 in der Lebensmittelindustrie

12.05.2016 |  Von  |  Allgemein
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Industrie 4.0 in der Lebensmittelindustrie
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Die Industrie 4.0 hält auch in der Lebensmittelindustrie Einzug. „Die Lebensmittelfabrik der Zukunft gibt es nicht ohne den Menschen – Arbeitsorganisation und Personalmanagement müssen parallel zum Einsatz der Technologie weiterentwickelt werden“, so Frau Dr. Patricia Stock auf der internationalen Leitmesse für Fleischverarbeitung IFFA.

Die Leiterin des REFA-Instituts sprach mit den Teilnehmern des IFFA-Forums über Chancen und Risiken der Industrie 4.0 für die Fleischwirtschaft.

In der Lebensmittelindustrie wachsen die Einsatzmöglichkeiten für Industrie 4.0: Innovative Roboter- und Sensorentechnologien eröffnen verbesserte Möglichkeiten zur Prozess- und Qualitätssicherung sowie zur Automatisierung von Hygienemassnahmen. Food Printer – 3-D-Drucker für die Lebensmittelindustrie – unterstützen die Individualisierung der Produkte und ermöglichen eine Einzelfertigung.

Die Einbindung des Kunden in den Produktionsprozess wird sich ebenfalls verändern, da erste Tests mit selbstauffüllenden Kühlschränken bereits durchgeführt wurden. Die neuen Technologien wurden auf der IFFA 2016 vorgestellt, der internationalen Leitmesse für Fleischverarbeitung. Im Rahmen des IFFA-Forums diskutierte Frau Dr. Stock mit den Teilnehmern die Folgen für Arbeitsorganisation und Personalmanagement.

Durch den Einsatz von Industrie 4.0 werden Fertigungsanlagen immer komplexer und kommunikativer, Prozesse zunehmend schneller und flexibler. Die Bedeutung des Menschen für die Unternehmen wächst dabei – die menschenleere Fabrik wird es auch in Zukunft nicht geben.

Zukünftig müssen die Mitarbeiter ein ganzheitliches Systemverständnis haben und damit zunehmend steuernde und überwachende Tätigkeiten im Prozess wahrnehmen. Routinetätigkeiten wird es dabei nach wie vor geben, die sich aber parallel zur sich wandelnden Technologie ebenfalls verändern werden.



Vor diesem Hintergrund benötigen erfolgreiche Unternehmen ein Humanorientiertes Produktivitätsmanagement, das die Ansprüche der Unternehmen an die Produktivität sowie die Ansprüche der Mitarbeiter an ihre Arbeit und das Arbeitsumfeld in Einklang bringt. Die REFA-Methodenlehre stellt geeignete Methoden und Werkzeuge für Arbeitsorganisation und Personalmanagement zur Verfügung.

Derzeit wird am REFA-Institut ein neues REFA-Kompendium für eine innovative Arbeitsorganisation erarbeitet, mit der Unternehmen auch die neuen Herausforderungen in einer digitalisierten Arbeitswelt bewältigen können. Der erste Band „Arbeitsorganisation erfolgreicher Unternehmen – Wandel in der Arbeitswelt“ ist kürzlich beim Carl Hanser Verlag erschienen.

 

Artikel von: REFA-Institut e.V.
Artikelbild: © science photo – Shutterstock.com

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