Japanische Messer haben Einzug in europäische Küchen gehalten

26.12.2014 |  Von  |  Allgemein
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Japanische Messer haben Einzug in europäische Küchen gehalten
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Sowohl für die Zubereitung als auch eine professionelle Präsentation von Frischwaren aller Art braucht man die richtigen Küchenhelfer. Denn neben der Qualität der Nahrungsmittel kommt es gerade bei der Fisch- und Fleischzubereitung oder dem Schneiden von Obst und Gemüse auf das richtige Küchenmesser an. Die Wahl desselben ist eine wertvolle Entscheidung, die viel Zeit und Mühen sparen kann.

Längst hat auch in der Schweiz das Renommee japanischer Messer gegriffen. Sie sind aus einer jahrhundertealten Tradition entstanden und auch heute noch nicht aus japanischen Haushalten und Restaurants wegzudenken. Beim Kauf solcher Messer sollten allerdings einige Besonderheiten beachtet werden.



Japanische Messer, die in modernen Küchen in aller Welt zum Einsatz kommen, unterliegen keiner dedizierten Definition. Neben Messern und anderen Küchengeräten, die tatsächlich in dem fernöstlichen Land produziert werden, hat sich der Name auch für europäische Messer durchgesetzt, die eine besonders scharfe Schneide und ein markantes Design aufweisen. Viele Hersteller nutzen zudem den guten Ruf der japanischer Messer und bringen diesen im Rahmen ihrer Marketingaktivitäten unter. Bevor eine Investition in einen kompletten Messerblock oder einzelne Schneidewerkzeuge getätigt wird, sollte deshalb eingehend geprüft werden, welchen Ursprungs die Messer sind und ob sie den eigenen Vorstellungen in puncto Qualität wirklich entsprechen.

Zur Geschichte japanischer Messer

Denkt man an japanische Klingen ergibt sich in den seltensten Fällen die direkte Assoziation zur Küche. Weitaus häufiger wird die Begrifflichkeit mit den Schwertern der japanischen Samurai verbunden. Tatsächlich haben Küchenmesser aus dem Land der aufgehenden Sonne ihre Ursprünge in der Waffenschmiedekunst. Seit Jahrhunderten wurden Klingen aller Formen und Grössen ausgefeilt, wodurch neben einer erfolgreichen Kriegsführung oder Verteidigung auch andere Messer aller Art entstanden. Diese haben über die letzten zweihundert Jahre immer stärker Einzug in die Küchenarbeit gehalten – und sie wurden zum echten Exportschlager, der im 21. Jahrhundert rund um den Globus Erfolge feiert.

Vom Variantenreichtum japanischer Messer



Die Auswahl an Messern japanischer Herkunft reicht vom kleinen Handmesser für feine Schnittarbeiten bis hin zum grossen Beil für grobes Zerteilen von Fleisch und Fisch. Die Anfertigung aus rostfreiem Edelstahl oder ähnlich robusten Metallen ist selbstverständlich. Die meisten Umsetzungen verfügen für sicheres Arbeiten über einen Griff aus Holz oder Kunststoff. In der Tradition japanischer Schwerter weisen die meisten Messer zweiseitige Schneiden auf, einseitige Modelle sind allerdings genauso erhältlich, sie werden als originalgetreue japanische Messer bezeichnet. Auch in den Formen und Längen der Schneiden gibt es zahlreiche Versionen, die für diverse Tätigkeiten in der Küche zum Einsatz kommen können.

Sushi mit echten japanischen Messern zubereiten

Dass die Messer aus Japan immer häufiger auch in europäischen Haushalten auftauchen, ist nicht zuletzt der Vorliebe für die japanische Küche zu verdanken. Bereits vor einigen Jahrzehnten sprach sich die gute Qualität und Schärfe der Messer in Restaurants herum. Im privaten Bereich waren echte Japanmesser damals nur selten anzutreffen. Bei Sushi wird Gemüse und Fisch in kleinen Häppchen gereicht wird, für deren Herstellung ein präziser Schnitt der Zutaten sehr wichtig ist. Und weil sukzessive immer mehr Menschen auch hierzulande die kleinen japanischen Köstlichkeiten für sich entdeckt haben, hielten die Messer erfolgreich Einzug in die Haushalte der Schweiz und ganz Europas.

Sushi mit einem echten japanischen Messer schneiden (Bild: Chris Christou / Shutterstock.com)

Sushi mit einem echten japanischen Messer schneiden (Bild: Chris Christou / Shutterstock.com)

Echte Japanmesser bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten



Asiatische Messer müssen in einer modernen Küche beileibe nicht ausschliesslich für die Zubereitung japanischen Essens zum Einsatz kommen. Die besondere Schärfe und mannigfaltigen Formen der Messer sind auch ideal für einheimische Gerichte, sie haben in vielen Haushalten herkömmliche Küchenmesser bereits ersetzt. Für das sichere Hantieren und die einfache Unterbringung am Arbeitsplatz haben sich Messerblocks bewährt. Diese stammen ebenfalls aus japanischen Restaurants und halten übersichtlich jedes Messer griffbereit. Viele europäische Hersteller orientieren sich in ihrer Produktion mittlerweile bereits am Design japanischer Schneidwerkzeuge. Das ermöglicht den Kunden die Entscheidung zwischen einem Original und unseren kontinentalen Versionen.



Hersteller und Qualität sollten Kaufentscheidung beeinflussen

Japanische Schriftzeichen oder Verzierungen auf der Verpackung eines Messersets sind natürlich nicht ausschlaggebend für den Inhalt. Ob sich eine gehobene, japanische Qualität im Inneren findet, lässt sich mittels Recherche über den Hersteller und dessen einzelne Produkte im Internet herausbekommen. Entscheiden Sie sich nicht voreilig für ein bestimmtes Einzelmesser oder ein Set, denn selbst Originalhersteller bringen Waren verschiedener Qualität auf den Markt, die sich im Preis widerspiegelt. Vielfach steht zwar im Vordergrund, die eigene Küche kostengünstig um neue Messer zu ergänzen, bei echten Japanmessern sollten Sie jedoch zu einer grösseren Investition bereit sein.

Japanmesser sind langlebige Küchenbegleiter

Auch wenn japanische Messer teurer sind als Markenprodukte aus Europa – ihre lange Lebensdauer und die anhaltende Klingenschärfe dürften überzeugen. Besitzer echter Japanmesser können überdies einen eigenen Beitrag für die Langlebigkeit ihrer Anschaffung leisten. Unmittelbar nach dem Einsatz sollten die Messer kurz mit Wasser gereinigt und danach abgetrocknet werden. Das mindert die Gefahr der Rostbildung nach zigmaligem Gebrauch und hilft ausserdem, den scharfen Zug der Klinge zu erhalten.



 

Oberstes Bild: Japanmesser entstanden aus der Tradition von Schwertern der Samurai. (© Fedorov Oleksiy / Shutterstock.com)

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