Sicherheitsrisiken von WLAN beheben

15.11.2014 |  Von  |  Betriebseinrichtung
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Sicherheitsrisiken von WLAN beheben
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WLAN ist die Bezeichnung für die drahtlose Erstellung von Netzwerken. Diese Technik findet sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich Verwendung und ermöglicht die Verbindung von Computern, Druckern und weiteren Geräten. Doch bei einer allzu sorglosen Nutzung können verschiedene Sicherheitsrisiken entstehen: Schnell sind persönliche Daten ausspioniert und Hacker erlangen Zugriff auf Lebensläufe, Urlaubsfotos und andere Dateien. Hier sollten sich Verbraucher in jedem Fall absichern.

Das Ziel ist es, nur autorisierten Nutzern den Zugang zu gewährleisten. Doch hierfür muss das entstandene Netzwerk abgesichert werden. Theoretisch kann sich jeder, der seinen Standort in Funkreichweite wählt, in das Netz einklinken und sich Zugriff auf Ihren Computer verschaffen. Das WLAN-Netzwerk muss deshalb abgeschirmt werden und der Zugriff darf nur für bekannte Geräte erlaubt werden.



Faktor Zeit spielt eine grosse Rolle

Leider kann ein Netzwerk nie restlos abgesichert werden, da sich jede Massnahme auf diesem Gebiet überwinden lässt. Ziel ist es jedoch, Angreifern das Eindringen zu erschweren, sodass sich der Aufwand nicht lohnt. Die meisten Sicherheitsmassnahmen im Bereich der Informatik können überlistet werden, es kommt nur auf den Faktor Zeit an. Ist der Aufwand zum Hacken jedoch zu gross, wird das Vorhaben oft abgebrochen und die Daten sind somit geschützt.

Kennwörter und Verschlüsselung sind wichtig

Wenn die Verbraucher in ihrem Heim ein Netzwerk einrichten, dann sollten sie in jedem Fall auf die Kennwörter und die Verschlüsselung achten. Sie sind ein wichtiges Sicherheits-Element und müssen immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Zusätzlich kann das Netzwerk ausgeblendet werden, sodass es nicht auf der Suchliste von fremden Laptops und PCs erscheint. Auch dies erschwert einen Angriff.



In jedem Fall müssen angebotene Verschlüsselungen genutzt werden. Sie sind im Router sichtbar und können durch Anklicken aktiviert werden. WPA2 ist hierbei der aktuell sicherste Standard, WPA ist ebenfalls zu empfehlen. Durch die Nutzung von regelmässigen Updates des Routers oder des Access Points wird gewährleistet, dass diese über die neuesten Sicherheitsmassnahmen verfügen.



Beim Router sind werksseitig Passwörter eingestellt und können bei vielen Geräten leicht berechnet werden. Sie bieten somit keine ausreichende Sicherheit und sollten durch neu gewählte Kennwörter ersetzt werden. Nur so ist das WLAN gesichert und Hacker sind mit grossen Herausforderungen konfrontiert. Das Knacken von Passwörtern ist zwar möglich, bedarf allerdings eines vermehrten Rechen- und somit Zeitaufwands.

Nutzer einschränken und SSID-Name abändern

Ebenfalls möglich ist die Einschränkung der zugelassenen Nutzer. Jedes Gerät wird über seine MAC-Adresse identifiziert. Wenn der Router beziehungsweise der Access Point so eingestellt sind, dass sie nur bestimmte MAC-Adressen zulassen, dann erhöht dies die Sicherheit. Das alleine garantiert allerdings noch keinen ausreichenden Schutz, da gültige MAC-Adressen der Netzwerkgeräte während des Datenaustausches mitgelesen werden können.

Auch der SSID-Name muss abgeändert werden. Durch ihn erlangen Angreifer Kenntnis von der verwendeten Hardware, was einen Angriff erleichtert. Diese Vorgehensweise dient der Vorsicht, sie ist Teil des gesamten Sicherheitskonzeptes. Zusätzlich sollten nicht genutzte WLAN-Geräte ausgeschaltet werden, damit sie nicht im Netz aktiv sind.

Router konfigurieren

Die Konfiguration des Routers sollte immer über eine kabelgebundene Leitung durchgeführt werden. In diesem Stadium werden sicherheitsrelevante Daten übertragen, diese dürfen nicht ausspioniert werden. Durch die Verwendung des Datenkabels wird das Verfahren sicherer, im Anschluss kann der PC dann über WLAN genutzt werden.

Eine Schwachstelle vieler Netze ist die Möglichkeit zur Fernkonfiguration. Sie ist einerseits zwar eine nützliche Angelegenheit, kann andererseits aber auch von Hackern zum Eindringen in das Netz genutzt werden. Böswillige Veränderungen an den Einstellungen werden vorgenommen, die neue Sicherheitslücken entstehen lassen. Dies wird in der Regel erst zu spät oder überhaupt nicht bemerkt und die Daten können zwischenzeitlich verändert, kopiert oder gelöscht werden.





Firewall einrichten. (Bild: wavebreakmedia / Shutterstock.com)

Firewall einrichten. (Bild: wavebreakmedia / Shutterstock.com)

Firewall einrichten

Eine Firewall ist eine sehr gute Möglichkeit, um seine Daten zu schützen. Sie dient dazu, die transportierten Pakete zu überwachen und sicherzustellen, dass diese rechtmässig die Grenzem zwischen den verschiedenen Geräten passieren. Bei einem WLAN-Netzwerk ist es sinnvoll, die Firewall zwischen den Netzwerkteilen einzubauen. So schützt sie die einzelnen Elemente besonders wirkungsvoll.

WPS ausschalten

Das Wi-Fi Protected Setup (WPS) dient dazu, das Netzwerk aufzubauen. Es erleichtert das Hinzufügen von neuen Geräten, was in der Anfangsphase und beim Ausbau des Netzwerks von Vorteil ist. Auch eine Verschlüsselung ist bei diesem System integriert und wird eingerichtet. Allerdings birgt das WPS auch Risiken, da ein unberechtigtes Gerät leichter Zutritt zum Netzwerk erlangen kann. Dies kann allerdings durch eine einfache Massnahme unterbunden werden.

WPS lässt sich ausschalten und kann dann nicht mehr genutzt werden. Wenn die Verbraucher die Funktion deaktivieren, müssen sie überprüfen, ob sie tatsächlich ausgeschaltet ist. Denn es wurden bestimmte Access Points beobachtet, bei denen sich die Funktion nicht vollständig ausschalten lässt. In diesem Fall ist das Gerät nicht sicher und muss gegen ein anderes Modell ausgetauscht werden.

WLAN absichern

WLAN ist eine komfortable und praktische Verbindung für Netzwerke, eine Absicherung ist aber in jedem Fall notwendig. Es werden verstärkt Angriffsversuche beobachtet, wobei die Täter immer jünger werden und nicht unbedingt bereichernde Absichten haben müssen. Allerdings gelangen durch ein unsicheres WLAN-Netz persönliche Daten in fremde Hände, dies sollte in jedem Fall verhindert werden.



 

Oberstes Bild: © Thomas Reichhart – Shutterstock.com

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