Uralt und doch hoch modern: Das Stehpult im Büro

18.11.2014 |  Von  |  Büroeinrichtungen
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Uralt und doch hoch modern: Das Stehpult im Büro
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Die Arbeitswelt verändert sich. In unserer Zeit arbeiten die allermeisten Menschen im Sitzen. Der Büroalltag findet in Einzel- oder Grossraumbüros statt – und das auf mehr oder weniger ergonomisch gebauten Stühlen. Doch noch etwas anderes hat sich verändert: Die Anzahl der Menschen, die ihre Arbeit zu Hause ausüben, ist gestiegen.

Was zur Folge hat, dass sich immer mehr Schreibtischarbeiter eigenständig mit der Frage beschäftigen, wie sie das Büro so einrichten, dass dabei die ergonomische Sitzhaltung nicht zu kurz kommt. Eine der Antworten auf diese Frage: Das Stehpult.

Das Stehpult ist ein Büromöbel aus alten Zeiten. Damals, als das Büro noch gar nicht Büro hiess und die meisten Menschen auf dem Feld oder in der Fabrik schufteten, gab es Stehpulte in den Kaufmannskontoren und Gelehrtenstuben. Der Wechsel zwischen sitzender und stehender Haltung war noch ein natürlicher, regelmässiger Vorgang. Grund genug, es unseren Vorfahren nachzumachen: Bringen wir Abwechslung in den Arbeitsalltag!

Denkplatz in der Gelehrtenstube

Viele Geistesarbeiter benutzen ein Stehpult, weil sich daran besser denken lässt. Keine kühne Theorie, sondern eine physiologisch belegte Tatsache. Die Gehirnfunktionen eines Menschen in stehender Position arbeiten 5- bis 20-mal besser als die eines Sitzenden. Bekannt war und ist: Der Geist wirkt auf den Körper. Umgekehrt muss auch der Körper auf den Geist wirken. Nicht umsonst gab es im alten Griechenland die Schule der Peripatetiker: Dies waren Philosophen, die ihre Gedanken im Gehen entwickelten.

Wer im Stehen arbeitet, neigt eher dazu, sich zu bewegen. Während der Sitzende sich den Kopf kratzt oder mit den Fingern trommelt, macht der Stehende ein paar Schritte durch den Raum. Schon wird der Kreislauf angeregt, geht der Atem tiefer – ist bald der Gedanke geboren.

Weitere Vorteile

Schreibtisch- und Büroarbeiter haben ein gemeinsames Ziel: den Rücken stärken. Tipps und Übungen dazu füllen ganze Bibliotheken. Vor lauter sportlichem Eifer vergessen viele dabei, dass die Rückenstärkung dort beginnt, wo das besagte Körperteil am meisten leidet, nämlich auf der Arbeit. Ein Stehpult entlastet den Rücken nachhaltig, denn der Druck auf die Bandscheiben ist im Sitzen doppelt so hoch wie im Stehen. Zudem werden im Stehen mehr Kalorien verbrannt sowie Durchblutung, Muskelaufbau und Sauerstoffversorgung angeregt. Man könnte sagen, das Stehpult fast so etwas wie ein Sportgerät.

Kriterien beim Kauf

Ein gutes Stehpult sollte höhenverstellbar sein, und die Pultplatte in der Neigung angepasst werden können. Eine Fussstütze schafft erhöhte Bequemlichkeit. Natürlich sollte das Pult sicher stehen und eine genügend grosse Arbeitsfläche besitzen. Die Formel für gesunde Büroarbeit lautet: 50 % Sitzen, 25 % Stehen und 25 % Bewegung. Hand aufs Herz – wie viel Prozent sitzen Sie?

 

Oberstes Bild: © StockLite – shutterstock.com

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