Die richtige Krankenkasse und Absicherungsart für Grenzgänger
von Agentur belmedia Publi-Artikel
Die Schweiz bietet zahlreichen Grenzgängern einen Arbeitsplatz. Vor allem aus Deutschland kommen täglich Tausende von Arbeitskräften über die Grenze und leisten ihren Beitrag zur Schweizer Wirtschaft. Eine Absicherung der Grenzgänger ist in allen Bereichen des Sozialversicherungssystems notwendig, zu dem auch ein starker Gesundheitsschutz gehört.
Jeder Betroffene kann je nach Arbeit zwischen mehreren Modellen wählen, die entweder zu einer reinen Absicherung in der Schweiz oder im Ausland führen bzw. als Kombi-Tarif abgeschlossen werden. Welche von den Varianten sich bei der Wahl der Krankenkasse besonders anbietet, hängt von den individuellen Lebensumständen ab und kann nicht pauschal entschieden werden.
Rechtzeitig informieren und über das Optionsrecht nachdenken
Sowohl in der Schweiz als auch in Nachbarstaaten wie Deutschland ist die Krankenversicherung eine Pflichtversicherung. Sowohl dem schweizerischen Versicherungsträger als auch den ausländischen Behörden ist deshalb zwangsläufig nachzuweisen, dass der Schutz durch eine Krankenkasse besteht. Wird ein Grenzgänger erst einmal Bestandteil des Schweizer Modells, kann er dieses nicht ohne weiteres verlassen, ohne dass sich seine Lebensumstände entscheidend ändern. Wer bislang im Ausland, z. B. in Deutschland, abgesichert war, kann sich allerdings in der Schweiz von der Pflichtversicherung befreien lassen und den Schutz seiner alten Krankenversicherung weiterhin beanspruchen. Selbst der Wechsel innerhalb des Auslands ist noch möglich.
Diese Regelung, die in der Schweiz als Optionsrecht bezeichnet wird, ist vielfach sinnvoll und bewahrt den Versicherten und seine Familie vor teuren Beitragszahlungen. Viele Grenzgänger wissen allerdings nicht von dieser Option, wobei eine Klärung in den ersten drei Monaten nach Beginn des schweizerischen Arbeitsverhältnisses erfolgen muss. Hierfür ist es individuell notwendig, die Vorteile des Schweizer Systems und der ausländischen Absicherung zu kennen und sich gleichermassen an Leistungen und den monatlichen Prämien zu orientieren. Da es in der Schweiz keinen Zuschuss seitens des Arbeitgebers gibt, profitieren gerade deutsche Versicherte von einem Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung ihres Landes.
Sinnvolle Ergänzung um Zusatzleistungen auf der richtigen Grenzseite
Das Schweizer Modell sieht eine Grundversicherung im Bereich Gesundheit vor, die nach Wunsch und auf eigene Kosten um Zusatztarife ergänzt werden kann. Das Prinzip ist mit anderen Nationen zu vergleichen, bei denen private Versicherer über Zusatztarife verfügen. Ausserdem gibt es die Vollversicherung der privaten Krankenversicherung, die ausschliesslich einzelne Berufsgruppen wie Freiberufler und Selbstständige abschliessen können oder ein hohes Jahreseinkommen voraussetzen. Möchte ein deutscher Grenzgänger in seinem Land versichert bleiben, steht abhängig von Beruf und Einkommen deshalb weiterhin die Wahl zwischen einem gesetzlichen und privaten Versicherungsschutz im Raum, die auch im Hinblick auf die Familienversicherung betrachtet werden sollte.
Hat sich ein Grenzgänger für eine Schweizer Krankenkasse entschieden, bleibt die Frage einer privaten Zusatzversicherung. Natürlich ist es nicht verboten, die schweizerische Grundversorgung mit einzelnen Zusatztarifen im Ausland zu verbinden. Abhängig gemacht werden sollte dies von den gebotenen Tarifleistungen, den zu erwartenden Beiträgen und dem Ort der Leistungserbringung. Möglicherweise zahlt eine ausländische Versicherung nicht oder nur eingeschränkt, wenn die Behandlung in der Schweiz durchgeführt wird. Um solche Probleme zu vermeiden, sollte bei der Anfrage auf eine Zusatzversicherung direkt der Status als Grenzgänger genannt werden. Die meisten Tarife gelten ohnehin EU-weit und werden von den Versicherern bewusst um die Schweiz ergänzt.
Individuelle Analyse für einen Gesundheitsschutz nach Mass
Wer als Grenzgänger nicht über ein übermassig hohes Einkommen verfügt und seit längerem Teil des gesetzlichen Systems im Ausland war, sollte auf jeden Fall über das Optionsrecht nachdenken. In vielen Fällen wird dies zumindest finanziell die attraktivere Lösung darstellen, wobei die Kosten neben dem Versicherten selbst auch für weitere Familienmitglieder durchzurechnen. Was Zusatzleistungen betrifft, ist der Vergleich von Versicherungen diesseits und jenseits der Grenze umso wichtiger. Da jeder Versicherte eigene Vorstellungen von starken Zusatzleistungen für Zahnersatz, einen Spital-Aufenthalt & Co. haben wird, ist eine sinnvolle Zusammenstellung der Tarife auf beiden Grenzseiten möglich.
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