Eine aufregende Pässefahrt ins Engadin auf einer unvergesslichen Carreise

Carreisen sind eine wunderbare Sache – so beispielsweise auch eine aufregende Pässefahrt ins Engadin. Was man dabei für tolle Erlebnisse haben kann, lesen Sie im folgenden Bericht.

Ins Engadin sind wir bereits öfters gefahren, doch meinem Mann machen die vielen Passstrassen zunehmend zu schaffen: Wir sind eben nicht mehr die Allerjüngsten. Deshalb waren wir in den letzten Jahren gar nicht mehr in Graubünden, obwohl wir es doch sehr vermisst haben. Weil wir so gerne mal wieder in die Berge wollten, hatte ich die Idee, dass wir zusammen eine Carreise unternehmen. Meinem Mann machte ich dies ein wenig schmackhaft, indem ich ihm die vielen Vorteile anpries…

  • Wir müssen uns um nichts kümmern.
  • Ein Profi fährt uns überallhin.
  • Vom Carreiseunternehmen wird alles organisiert, die Restaurationen, die Route, die Sehenswürdigkeiten.
  • Wir können aus dem Fenster schauen, die Bergwelt geniessen und es uns einfach gutgehen lassen.
  • Du kannst nach Lust und Laune selbst fotografieren.
  • In der Mittagspause können wir uns ein Glas Bier oder Wein schmecken lassen.

Es war ein wenig Überzeugungsarbeit notwendig, aber am Ende fuhren wir gemeinsam mit. Seitdem sind wir beide begeisterte Passagiere auf Carreisen.

Nach Zernez durch den Prättigau

Von Zürich aus fuhren wir zunächst über die Autobahn in Richtung Chur, oberhalb des Zürichsees vorbei und dann am Walensee entlang. Bei Maienfeld und Bad Ragaz erreichten wir das Rheintal und machten eine kurze Pause an der Raststätte Heidiland. Dann bogen wir in Landquart in Richtung Prättigau ein. Ab hier ging es durch ein steiles, enges Tal hoch hinauf in Richtung Davos. Die Strasse schlängelte sich hin und her durch das Tal, bis wir schliesslich Klosters erreichten.

Durch einen langen Tunnel und über eine neue Brücke erreichten wir Davos, von wo aus wir den Blick auf die Berge und das Stadtpanorama genossen. Dann ging es auf den Flüelapass hinauf zwischen den Bergen Wisshorn und Flüela Schwarzhorn hindurch. Auf der Passhöhe (2.383 Meter) machten wir Halt und blickten bei klarer Sicht ins Engadin hinein, bevor es wieder hinunterging. Wir erreichten das Inntal bei Susch. Inzwischen knurrte uns schon der Magen, sodass wir froh waren, als wir bald das malerische Dörfchen Zernez erreichten, wo unsere Mittagspause geplant war. Alles war perfekt organisiert, die vorbestellte Verpflegung schmeckte hervorragend.



Zum Julierpass und ins Oberengadin

Zernez trennt das Oberengadin vom Unterengadin. Nach dem Essen ging es vorbei an malerischen Orten mit den typischen Engadiner Bauernhäusern mit Sgraffito-Malereien hinauf ins Oberengadin. Im mondänen St. Moritz hatten wir Zeit für einen Rundgang und eine Tasse Kaffee. Wir genossen den überwältigenden Blick auf die umliegenden Berge. An den Seen von St. Moritz entlang ging es dann weiter zum Julier Pass. Beim Aufstieg hat man einen traumhaften Ausblick auf den Silvaplanasee und auf die anderen Seen. Auf der Anhöhe des Passes kann man Säulen sehen, welche die Römer hier aufgestellt haben sollen. Der Abstieg in Richtung Tiefencastel nach Thusis war genauso beeindruckend. An Chur vorbei ging es dann nach einem Tag voller Eindrücke wieder nach Zürich!

Fazit

Mein Mann war zunächst ja sehr skeptisch gegenüber Carreisen. Der Gedanke missfiel ihm, nicht sein eigener Herr zu sein und beinahe wie eine Geiss in einer Reisegruppe mitzutrotten. Aber die Gruppe war sehr nett und der Busfahrer sowohl hochkompetent als auch freundlich, und mein Mann änderte seine Meinung bald. Vor allem gefiel ihm, dass er immer und überall selbst fotografieren konnte. Denn das musste er bislang immer an mich abgeben, wenn er selbst am Steuer sass. Und die Fotos macht die Frau eben einfach nicht richtig, da muss der Mann schon selbst ran! Wir fahren auf jeden Fall bald wieder mit, ins Engadin, oder auch mal auf eine längere Carreise ins Ausland!

 

Oberstes Bild: © lehvis – shutterstock.com

Publireportagen

Empfehlungen