Beschichtungsanlagen: Perfekt beschichtet für Auge, Hygiene und Umwelt

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Beschichtungsanlagen: Perfekt beschichtet für Auge, Hygiene und Umwelt
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Die Prozesse rund um die Beschichtung eines Produktes stehen am Ende seiner Fertigungskette. Sind die Produkte fertig geschliffen, poliert und gereinigt, können sie ihre finale Gestaltung erhalten.

Die Beschichtung eines Produktes dient nicht nur zur Verbesserung seiner ästhetischen Eigenschaften. Dies ist zwar auch ein wichtiger Grund, vor allem ist aber der Schutz vor Witterungeinflüssen die Aufgabe einer Beschichtung. Soll dieser Schutz besonders hochwertig sein, sind mehrstufige Beschichtungsprozesse angezeigt. Eisenwaren neigen beispielsweise stets zum Rosten.



Abhängig vom verwendeten Werkstoff und angedachten Einsatz des Produktes, kommen verschiedene Verfahren zur Herstellung einer Korrosionsbeständigkeit in Betracht. Die preiswerteste Variante ist das Beschichten mit einem Korrosionsschutzmittel wie beispielsweise Bleimennige. Dies wird aufgestrichen, aufgerollt oder aufgespritzt. Die farbliche Beschichtung wird in einem weiteren Arbeitsschritt in gleicher Weise aufgetragen.

Zum Beschichten mit Lacken hat sich in der Serienfertigung das Sprühverfahren durchgesetzt. Dies geschieht durch Druckluft und eine Sprühpistole. Manuell oder mithilfe eines Industrieroboters lassen sich durch die Sprühlackierung schnell viele Produkte beschichten. Alternativ zur Sprühlackierung wird in der industriellen Fertigung auch die Tauchlackierung eingesetzt. Bei dieser werden die Produkte mittels einer Hängebahn einfach in ein Becken mit Lack eingetaucht.

Ebenfalls mit einer Hängebahn arbeiten Pulverbeschichtungsanlagen. Diese besprühen das Produkt mit einem extrem feinen Kunststoffpulver. Es haftet durch die elektrostatischen Anziehungskräfte locker auf dem Produkt. Ein nachgeordneter Ofen bringt anschliessend die Kunststoffkörner zum Schmelzen, so dass sie einen geschlossenen Film um das Produkt bilden.

Um einen maximalen Korrosionsschutz zu erreichen, werden Stahlprodukte häufig verzinkt. Dies geschieht auch durch ein einfaches Tauchbecken. Zinkdämpfe sind jedoch sehr giftig, weshalb zum Betrieb eines Zinkbeckens hohe gesetzliche Auflagen gelten. Auch ist das Ergebnis beim Verzinken nicht sehr ästhetisch, weshalb nach diesem Prozess ein Lackieren oder Pulvern angezeigt ist.



Das Verzinken gehört zu den galvanischen Beschichtungsprozessen. Weitere Verfahren dieser Art sind das Vergolden und Verchromen. Diese sind technisch sehr aufwendig. Die auf Hochglanz polierten Produkte werden in metallene Gestelle eingehängt, welche mehrere Stunden in ein Becken mit einem Säurebad getaucht werden. In dem Becken befindet sich eine sogenannte Opferanode. Diese besteht aus dem Beschichtungsstoff, welcher auf das Produkt aufgetragen werden soll. Zwischen dem metallenem Gestell und der Opferanode wird eine hohe Spannung angelegt.

Nun lösen sich Ionen von der Anode ab und wandern zu den Produkten hin. Dort lagern sie sich fest an. Nach mehreren Stunden erhält man vollständig beschichtete, hochglänzende vergoldete oder verchromte Produkte.

Schliesslich ist das Bekleben ebenfalls ein Beschichtungsschritt, etwa mit Kunststofffolien. In der Holzindustrie wird für diesen Zweck häufig Furnier verwendet. Ob Metall, Kunststoff oder Holz: Mit der richtigen Beschichtung lassen sich die optischen und technischen Eigenschaften eines Produktes erheblich verbessern.



 

Oberstes Bild: © Jill Chen – Shutterstock.com



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