Ein aktueller Bericht zur Idee der einheitlichen Krankenkasse

Ende September wird in der Schweiz über die Einführung einer einheitlichen Krankenkasse entschieden.

Um sich eine objektive Meinung zu diesem Thema bilden zu können, müssen viele verschiedene Aspekte beachtet werden. In den letzten Wochen und Monaten haben zahlreiche Experten Stellung bezogen und sich zu der Finanzierung und zu anderen Teilbereichen geäussert. Ein umfassender Überblick über die aktuell thematisierten Vor- und Nachteile gibt Aufschluss.

Warum die einheitliche Krankenkasse eine sinnvolle Alternative darstellen könnte

Laut der TagesWoche sehen die Befürworter die Einführung einer Einheitskasse als ideale Lösung an, um den steigenden Gesundheitskosten entgegenzuwirken. Der zugehörige Bericht macht deutlich, dass die Kosten für Arztbesuche und Medikamente immer weiter ansteigen. So steigt die finanzielle Belastung für Spitalaufenthalte und Co. jedes Jahr um ca. 5%. Eine SP-Studie hat bereits nachgewiesen, dass die Einheitskasse mit einer im Vergleich zum aktuellen System effizienteren Arbeitsweise überzeugen könnte. Im Tagesanzeiger war allein in Bezug auf die Bereiche Marketing, Provisionen und Werbung von möglichen Einsparungen im Bereich zwischen 300 und 350 Millionen Franken zu lesen.


Was spricht für und was spricht gegen eine einheitliche Krankenkasse? (Bild: © Pixelot – Fotolia.com)

Einer der bedeutsamsten Argumente der Befürworter ist die Gleichstellung aller Patienten. Laut dem Bericht der TagesWoche profitieren zum Beispiel chronisch kranke Menschen von der Einheitskasse, weil sie nicht länger von der Willkür privater Träger abhängig sind. Des Weiteren bemängeln einige Fachleute die kurzfristigen Denkweisen der privaten Krankenversicherungen. Eine einheitliche Krankenkasse könnte hier in Form von Ernährungsberatungen und umfassenden Präventions-Programmen ein guter Gegenentwurf sein, heisst es. In der Basler Zeitung wurde zudem berichtet, dass sich die Einheitskasse am sogenannten Managed-Care-Modell orientiert. Dieses Modell besagt, dass die Versorgungsqualität durch den Wegfall von konkurrierenden Anbietern verbessert wird.

Was spricht gegen die Einführung der Einheitskasse?

Kritiker behaupten, dass sich die einheitliche Krankenkasse nicht rechnen würde, weil die blosse Umstellung des Systems mit hohen Kosten verbunden sei. Die zugehörigen Kalkulationen wurden von den Initianten als inkorrekt betitelt, aber stehen den möglichen Einsparungen gegenüber und verdeutlichen die kontroverse Diskussion zum Thema Einheitskasse. Ein zusätzlicher Kritikpunkt ist mit der fehlenden Auswahlmöglichkeit zu benennen. Dies wäre beispielsweise dann ein Problem, wenn die Patienten mit dem Service der Einheitskasse unzufrieden sein sollten, da es keine Alternativen mehr gäbe.



Die Basler Zeitung meldete zudem Zweifel an, ob die einheitliche Krankenkasse wirklich eine Lösung für die finanziellen Probleme des Gesundheitssystems in der Schweiz sein kann. Insgesamt gesehen seien nicht die falschen Intentionen der privaten Träger die Gründe für die stetig anwachsenden Kosten, sondern vielmehr die ansteigende Lebenserwartung, der medizinische Fortschritt sowie die hohen Ansprüche der Patienten. In diesem Zusammenhang sollte darauf hingewiesen werden, dass sich der Grundversicherungskatalog nicht ändern würde, wenn ein positives Votum die Einführung der Einheitskasse bewirkt. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sowohl die Befürworter als auch die Kritiker der Einheitskasse nachvollziehbare Argumente liefern können, die eine entsprechende Entscheidung im September begründen würde.

 

Oberstes Bild: © Syda Productions – Fotolia.com

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