Schutzmassnahmen für Mitarbeiter & was zu tun ist, wenn dennoch ein Unfall passiert

24.03.2021 |  Von  |  Sicherheit

Den Grossteil eines normalen Tages verbringen Menschen in der Arbeit. Ganz egal, ob das ein Büro, eine Werkstatt oder das Innere eines Fahrzeuges ist.

Speziell Frauen und Männer, die in grossen Produktionshallen arbeiten, sind dabei jedoch so einigen gesundheitlichen Belastungen und Risiken ausgesetzt.

Um sie zu schützen, wurde in deutschsprachigen Ländern der sogenannte Arbeitnehmerschutz eingeführt. Dieser hat zum Ziel, Mitarbeiter vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen, die mit dem Arbeitsplatz verbunden sind, und enthält demnach Vorschriften, sowie auch Regelungen in Hinblick auf die Arbeits- und Ruhezeiten. Darüber hinaus können Arbeitgeber selbst eine Reihe von Massnahmen setzen, die ihrem Team das Arbeiten erleichtern und zur Unfallverhütung beitragen. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten aufgezeigt, sowie Informationen gegeben, falls dennoch ein Unfall passiert.

Vorkehrungen, um Brände zu vermeiden

Brände können nicht nur Objekte gefährden, sondern auch Menschen und Tiere. Ein guter und präventiver Brandschutz ist in Betrieben daher Pflicht. Dazu gehören zum Beispiel ein Alarmplan, Brandmeldeanlagen, die regelmässig überprüft werden, Brandschutzordnungen oder Notruf-Nummern auf Telefonen. Auch die Flucht- und Rettungswege gilt es ordentlich zu kennzeichnen, sowie in einem weiteren Schritt einen übersichtlichen Flucht- und Rettungswegeplan zu erstellen.

Bricht dennoch ein Brand aus, so ist eine rasche Löschwasserversorgung unerlässlich. Deswegen müssen Löschwasserstellen stets freigehalten werden und Fahrzeuge sollten nicht auf Unterflurhydranten abgestellt werden. Leicht entzündliche Stoffe müssen im Betrieb ebenso sicher verwahrt werden, Rauchverbote, wo nötig, eingehalten werden. Daneben gibt es eine Reihe von baulichen Möglichkeiten, wie etwa feuerbeständige Wände, Decken und Abschlüsse.

Akustikpaneele gegen die hohe Lärmbelästigung

In Produktionshallen sind Mitarbeiter auch häufig einer hohen Lärmbelastung ausgesetzt. Dem kann man nicht nur mit einem hochwertigen Gehörschutz entgegenwirken, sondern zur Geräuschdämmung, Isolierung und Verbesserung der Akustik gibt es auch moderne bauliche Lösungen, wie etwa Akustikpaneele aus Holz. Als Wandverkleidung dämmen sie Geräusche und können heutzutage dank der vielen Gestaltungsmöglichkeiten und unterschiedlichen Materialien auch perfekt an die Optik des jeweiligen Raumes angepasst werden. Akustikpaneele werden aus verschiedenen Paletten-Materialien hergestellt und sind daher obendrein umweltfreundlich und recycelbar.


Mitarbeiterschutz dank Akustikpaneelen (Bild: trikustik.at)

Mitarbeiterschutz dank Akustikpaneelen (Bild: trikustik.at)


Richtige Kleidung, die schützt

Auch die richtige Arbeitskleidung ist wichtig, denn sie kann vor so manchen Verletzungen und Gefahren schützen. Hierzu gehören beispielsweise Handschuhe, Schutzbrillen oder Schutzhelme, sowie Sicherungsvorkehrungen, die ein Abstürzen bei Arbeiten in der Höhe verhindern. Auch spezielle Arbeitsschuhe sind vielerorts Pflicht, genauso wie eine robuste Kleidung oder Schürzen.

Personen, die die Sicherheit im Blick haben

Je grösser die Firma, desto wichtiger wird das Thema Sicherheit. Und dabei reicht eine Person, das heisst der Chef oder Chefin, oft nicht mehr aus, um stets alles im Blick zu haben. Deshalb ist es gesetzlich vorgeschrieben, ab einer bestimmten Personenanzahl, einen Sicherheitsbeauftragten zu nominieren. Wie viele solcher Personen es genau in einem Unternehmen sein müssen, gibt der jeweilige Gesetzgeber vor. Diese Sicherheitsbeauftragten unterstützen den Arbeitgeber dabei, präventive Massnahmen durchzuführen, die Risiken zu vermindern und Unfälle zu vermeiden. Ausserdem weisen sie ihn auf Mängel hin.

Gesetze allen zugänglich machen

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass alle geltenden Gesetze in diesem Bereich auch für alle Mitarbeiter zugänglich sind. Genau deswegen ist es laut Gesetzgeber verpflichtend, die wichtigsten Gesetze im Betrieb aufzulegen oder zu -hängen.

Und was, wenn dennoch ein Unfall passiert?

Berufsunfälle werden in der Schweiz wie folgt definiert: Es sind Ereignisse, die bei Tätigkeiten auftreten, die auf Anordnung des Arbeitgebers oder in dessen Interesse durchgeführt werden. Ein Unfall, der zum Beispiel auf dem Arbeitsweg passiert, ist demnach kein Berufsunfall. Was ist aber nun genau zu tun, hat man sich im Arbeitsumfeld verletzt? Im ersten Schritt sind Arbeitnehmer unverzüglich dazu verpflichtet, ihren Arbeitgeber darüber zu informieren. Der Chef oder die Chefin muss danach wiederum den Unfall sofort dem Versicherungsunternehmen mitteilen. Die Firma und der Mitarbeiter erhalten danach ein Formular, das die jeweils behandelnden Ärzte wahrheitsgetreu ausfüllen müssen. Diese Information geht erneut an das Versicherungsunternehmen.

 

Titelbild: Dmytro Zinkevych – shutterstock.com

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