Holz, doch anders als Parkett – Holzpflaster

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Holz, doch anders als Parkett – Holzpflaster
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Holzpflaster kann eine ebenso praktische wie ästhetische Alternative zum Parkett-Belag sein. Im Unterschied zum Parkett dienen hier die Stirnseiten der Holzklötze als Laufflächen. Die Holzfasern stehen also vertikal und man erkennt die Jahresringe.

Holzpflaster ist sehr vielseitig einsetzbar, überzeugt durch seine natürliche Optik und zeigt sich sehr widerstandsfähig. „In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der natürliche Bodenbelag sogar im Aussenbereich eingesetzt“, erklärt Heinz Schwarz, Vorsitzender des Fachverbandes Holzpflaster (www.holzpflaster.de). Zu sehen sei das heute noch in einigen überdachten Hausdurchfahrten in Graz oder Linz in Österreich.

Struktur bietet besondere Belastbarkeit

Aber auch innen ist Holzpflaster ein echter Hingucker und für unterschiedliche Flächen geeignet – vom Wohnbereich über öffentliche Gebäude bis hin zu Werkstätten oder Hallenböden. Der Bodenbelag erweist sich aufgrund seiner Struktur als besonders strapazierfähig und kann sehr gut mit Druckbelastungen umgehen. Die rechteckigen, scharfkantigen Massivholzklötze variieren in der Dicke zwischen 22 und 80 Millimetern. Die am meisten verwendeten Holzarten sind Eiche, Fichte, Kiefer und Lärche – auch andere Hölzer können je nach Kundenwunsch eingesetzt werden.


Die Momentlasten durch den Staplerverkehr können dem Holzpflaster GE aus Kiefer nichts anhaben. (Bild: Fachverband Holzpflaster/OPW Oltmanns & Willms)

Die Momentlasten durch den Staplerverkehr können dem Holzpflaster GE aus Kiefer nichts anhaben. (Bild: Fachverband Holzpflaster/OPW Oltmanns & Willms)


Drei Klassen für unterschiedliche Beanspruchung

Grundsätzlich wird Holzpflaster je nach Einsatzgebiet in drei Klassen unterteilt:

  • Für den Wohnbereich sowie in öffentlichen Gebäuden wie Konzertsälen oder Schulaulen wird es mit der Kennung „RE“ verwendet. Das steht für einen rustikalen repräsentativen Fussbodenbelag.
  • Das Holzpflaster mit der Kennung „WE“ ist ein widerstandsfähiger und fusselastischer Boden für Werkräume, zum Beispiel in der Metallverarbeitung.
  • Soll der Belag darüber hinaus auch Klimaschwankungen sowie Fahrzeug- und Staplerverkehr ausgesetzt werden, so kommt im gewerblichen und industriellen Bereich das Holzpflaster mit der Kennung „GE“ zum Einsatz. Dieser Bodenbelag muss die Schub- und Zugbeanspruchung hoher Frequenz- und Momentlasten ausgleichen und ist damit besonders hochwertig und strapazierfähig.

„Alles in allem ist Holzpflaster sowohl als Funktionsboden als auch als optischer Hingucker gefragt. Es bietet unzähligen Verwendungsorten einen willkommenen Mehrwert und entlastet, anders als beispielsweise Betonböden, ausserdem auch noch die Gelenke“, stellt Schwarz abschliessend fest.

 

Artikel von: Fachverband Holzpflaster e.V
Artikelbild: Das repräsentative Holzpflaster RE aus Fichte ist in starkfrequentierten Bereichen nicht nur schick, sondern auch dauerhaft. (© Fachverband Holzpflaster/OPW Oltmanns & Willms)

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