Werkzeuge und Produkte richtig reinigen

23.05.2014 |  Von  |  Industriereinigung
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Werkzeuge und Produkte richtig reinigen
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Die Verschmutzung von Werkzeugen und Produkten ist im modernen Fertigungsprozess kaum zu vermeiden. Besonders zerspanend bearbeitete Werkstücke neigen zu anhaftendem Schmutz. Dabei ist es gleichgültig, ob Holzwerkstoffe, Kunststoffe oder Metalle gesägt, gefräst, gebohrt oder gedreht werden.

Bei Holzwerkstoffen bildet der Klebstoff im Spanplattenmaterial oder im Leimbinder sehr hartnäckig anhaftende Ablagerungen. Kunststoffe haben aufgrund ihrer eigenen, thermoplastischen Eigenschaften von vorneherein die Neigung, beim Zerspanen Plaques zu bilden.



Schliesslich ist bei der Metallverarbeitung der unvermeidliche Kühlschmierstoff für die meisten Verschmutzungen im Betrieb verantwortlich. Undichtigkeiten in Ölleitungen, wie sie beispielsweise bei jeder Hydraulikanlage vorhanden sind, tun ihr Übriges, um Werkzeuge und Produkte zu verschmutzen. Um eine hohe Qualität bewerkstelligen zu können, ist das regelmässige Reinigen deshalb unabdingbar. Dafür bietet die moderne Betriebsausstattung heute zahlreiche Lösungen.

Für die gelegentliche Reinigung von Werkzeugen haben sich in letzter Zeit leistungsstarke Handspülbecken etabliert. Diese Vollkunststoffgeräte mit Umlaufspülung können ortsunabhängig aufgestellt werden. Alles, was sie benötigen, ist ein Stromanschluss. Mit Wasser und Reinigungsmittel befüllt, heizen und mischen sie beide Komponenten zu einem leistungsstarken, aber unbedenklichen Lösungsmittel. Dies wird in eine Handbürste geleitet, womit die Gegenstände gründlich gereinigt werden können.

Steht im Betrieb keine Druckluft zur Verfügung, kann mit einem Heissdampfgerät eine ähnliche Leistung erzielt werden. (Bild: Vereshchagin Dmitry / Shutterstock.com)

Steht im Betrieb keine Druckluft zur Verfügung, kann mit einem Heissdampfgerät eine ähnliche Leistung erzielt werden. (Bild: Vereshchagin Dmitry / Shutterstock.com)

Das Standardgerät für die Reinigung ist in einem Industriebetrieb der Luftbesen. Die pistolenförmigen Druckluftemitter sind, mit Schläuchen versehen, sehr leistungsstarke Lösungen, um auch in den hintersten Ecken eines Betriebes für Sauberkeit zu sorgen.



Steht im Betrieb keine Druckluft zur Verfügung, kann mit einem Heissdampfgerät eine ähnliche Leistung erzielt werden. Selbst saugende Holzwerkstoffe können so mit kurzen Dampfstössen gereinigt werden. Ist die Verschmutzung ein unvermeidlicher Effekt bei einer Serienfertigung, bietet die Industrie integrierte Reinigungsstationen an.

Diese Spülmaschinen-ähnlichen Anlagen können weitestgehend automatisiert werden und stellen so eine gleichbleibend hohe Sauberkeit der Produkte sicher. Die Maschinen arbeiten mit Lösemitteln, welche nicht immer die optimale Technik darstellen. Alternativ zum Umspülen eines Produktes mit entsorgungspflichtigen Stoffen bieten verschiedene Hersteller Maschinen an, die mit dem Vibrationsprinzip arbeiten. Diese produzieren bei gleicher Reinigungsleistung wie die herkömmlichen Verfahren kaum Abfallstoffe.

Besonders verschmutzte Anlagen, wie es beispielsweise Lackieranlagen oder Maschinen in der Lebensmittelindustrie sein können, haben besondere Anforderungen an ihre Reinigung. Sie können weder mit abrasiven Strahlverfahren noch mit aggressiven Lösemitteln gereinigt werden. Hier hat sich zuletzt das Trockeneis-Strahlen durchgesetzt. Dieses fast rückstandsfreie Verfahren hat eine erhebliche Reinigungsleistung an allen kritischen Stellen, ohne dabei die Maschine in irgendeiner Weise zu beschädigen. Ermöglicht wird dies durch die Verwendung von Trockeneis als Strahlgut.

Industriereinigung muss nicht mehr zwangsläufig die Produktion grosser Mengen von gefährlichen Abfallstoffen bedeuten. Die moderne Betriebseinrichtung bietet heute sehr intelligente, leistungsstarke und umweltfreundliche Lösungen an.



 

Oberstes Bild: © Corepics VOF – Shutterstock.com



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