German Bionic und IKEA testen neuen intelligenten Kraftanzug

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IKEA und das deutsche High-Tech-Unternehmen German Bionic haben am Logistikstandort Dortmund einen gemeinsamen Testlauf für den Arbeitsschutz 2.0 und nachhaltiges gesundes Arbeiten gestartet.

Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IKEA haben sich zur Verfügung gestellt und nutzen seit Mitte Juli 2019 die intelligenten Kraftanzüge des deutschen Robotik-Spezialisten German Bionic im hauseigenen Logistikzentrum.

Ziel der Initiative ist die Optimierung des Arbeitsschutzes sowie die Gestaltung zukunftsgerechter und nachhaltig gesunder Arbeitsplätze. „Dass IKEA als vorbildlicher Arbeitgeber wahrgenommen wird, hängt mit unserer Firmenphilosophie zusammen, die auf Gemeinschaft, Respekt und verantwortungsvollem Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beruht. Arbeitsschutz, zukunftsgerechte Arbeitsplätze und natürlich auch modernste Arbeitshilfsmittel spielen darüber hinaus eine zentrale Rolle. Die Exoskelette bieten eine ergonomische Unterstützung für das schwere Heben, da sie bei körperlich anspruchsvollen Arbeiten den Kolleginnen und Kollegen den Rücken freihalten“, erklärt Marc Pasztak, Teamleiter Business Solution, IKEA Range & Supply, der sich mit Ergonomie im Bereich Hantierung und Lagerung bei IKEA beschäftigt.

Intelligente Kraftanzüge entlasten den Rücken und beugen Verletzungen und muskuloskelettalen Erkrankungen vor

Was sind Exoskelette und wie unterstützen sie die Logistikmitarbeiter bei den körperlich anspruchsvollen Arbeiten? Intelligente Kraftanzüge, im Fachjargon auch Exo- oder Aussenskelette genannt, sind Mensch-Maschinen-Systeme, die menschliche Intelligenz mit maschineller Kraft kombinieren, indem sie die Bewegungen des Trägers unterstützen oder verstärken. Das aktive Exoskelett Cray X des deutschen Robotik-Spezialisten German Bionic unterstützt beim Heben und Bewegen schwerer Lasten und optimiert die Arbeitsabläufe durch Vermeidung fehlerhafter Ausführungen. Vorteil für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Eine Schädigung des Bewegungsapparates wird dadurch verhindert.

Im Unterschied zu gängigen mechanischen Exoskeletten, werden aktive Exoskelette, wie das Cray X, durch Elektromotoren angetrieben. Die aufzubringende Gesamtleistung, die ein Mitarbeiter beim Heben aufbringen muss, wird dadurch deutlich verringert und der Rücken entlastet.

„Das Eigengewicht des Exoskeletts geht zwar in die Gesamtenergiebilanz ein, Exoskelette verteilen aber die Belastung auf weniger empfindliche Körperregionen wie den oberen Rücken und die Beine. Der besonders empfindliche untere Rücken und der Beckengürtel werden durch die Kraftanzüge vor Überbelastung geschont. Darüber hinaus verleiht das Exoskelett zusätzliche Stabilität bei den Bewegungen“, erklärt der Präventiv-Mediziner Prof. Dr. Herbert Schuster.

Dies sei vor allem bei der Vermeidung von Drehbewegungen im unteren Rücken von entscheidender Bedeutung. Denn bei gleichzeitiger Drehung und Beugung werden die Bandscheiben der unteren Lendenwirbelsäule durch Scherbewegungen besonders punktuell belastet. Zusammengefasst bedeutet dies, dass nach Einschätzung von Experten der Einsatz von aktiven Exoskeletten, Arbeitsplätze ergonomisch optimiert und damit Verletzungen und muskuloskelettalen Erkrankungen vorbeugt. „Mit dem Einsatz von ergonomisch unterstützenden Arbeitshilfsmitteln übernehmen wir bei IKEA nachhaltig Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir sind sehr gespannt darauf zu erfahren, wie der neue Kraftanzug bei unseren Mitarbeitern angenommen wird und welche Ergebnisse der gemeinsame Test erzielen wird“, sagt Pasztak.

 

Quelle: GBS German Bionic Systems
Titelbild: obs/GBS German Bionic Systems/Mert Dürümoglu

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