Strahlender Boden mit Laminat – Tipps für Anschaffung und Verlegung

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Strahlender Boden mit Laminat – Tipps für Anschaffung und Verlegung
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Lange Zeit galt Laminat als preiswerte Alternative für Leute, die sich kein Parkett leisten konnten oder wollten. Diesen Ruf der zweitbesten Option hat der Bodenbelag noch nicht ganz verloren – zu Unrecht – denn mittlerweile gibt es in Sachen Optik und Qualität ganz neue Welten.

Laminat ist nicht nur als Holzimitat sowie im Fliesen- und Steindekor erhältlich, sondern auch in jeder Breite, für Nasszonen, mit 3-D-Oberflächen oder ausgefallenen Dekomustern wie etwa bedrucktem Teekisten-Design. Für Allergiker kann Laminat ebenfalls eine günstige Alternative zu Holzböden oder Teppich darstellen, weil die versiegelte Oberfläche allergieauslösenden Mikroorganismen weder einen Nahrungs- noch Vermehrungsboden bietet.



Unabhängig vom Aussehen, das natürlich den persönlichen Vorlieben gerecht werden muss, gibt es beim Laminatkauf einiges zu bedenken. In unserem Ratgeber versammeln wir viele Tipps und Ideen, wie Sie beim Laminatkauf vorgehen sollten.

Wie steht es mit der Nachhaltigkeit?

Legen Sie darauf Wert, dass Ihr künftiger Bodenbelag umweltfreundlich hergestellt wurde. Gute Produkte bestehen zu etwa 90 % aus Holz, das stets ein von einer unabhängigen Stelle vergebenes Zertifikat besitzen sollte. Umweltbewusste Hersteller verwenden viel Restholz und weisen das auch aus. Sehr wichtig, insbesondere für Baby- und Kinderzimmer sowie für Allergiker und ältere Menschen: Das Laminat muss nachgewiesenermassen emissionsarm und ohne Einsatz von Pestiziden und Schwermetallen gefertigt sein. Übrigens: Ein Laminat in exotischer Optik ist in jedem Fall umweltfreundlicher als ein Parkett aus Holz, das tatsächlich aus den Tropen stammt.

Die Raumgrösse spielt eine Rolle



Je grösser die Räumlichkeit, desto mehr wirkt sich die Wahl von Laminat als Bodenbelag auch finanziell aus. Innenarchitektonisch betrachtet lassen weite Zimmer auch grosszügige Dekors, breite Bodenbretter und eher dunklere Holzoberflächenimitate zu. Zarte Muster sollten kleineren Räumen vorbehalten sein, denn auf grossen Flächen können sie schnell unruhig wirken. Engere oder schmale Räume sollten hell ausgelegt werden.

Auch dem Schallschutz kommt in weiten Räumen eine besondere Bedeutung zu. In diesen Fällen kann eine zusätzliche oder integrierte akustische Dämmung die Lösung sein – vor allem dann, wenn Sie in der Wohnung Schuhe tragen und unter Ihnen Nachbarn leben.

Das passende Laminat für die jeweilige Beanspruchung

Laminat teilt sich nach Nutzungsklassen ein, wofür die Schnelligkeit des Abriebs durch Nutzung das Mass ist. Die Klassen 21 bis 23 sind für den privaten Wohnbereich vorgesehen, die Klassen 31 bis 33 für den Gewerbebereich. Selbst die niedrigste Nutzungsklasse sollte bei hochwertigem Laminat für jeden Bereich, auch das Wohnzimmer, einsetzbar sein.



Ganz unabhängig von der Nutzung gilt: Ohne die integrierte Trittschalldämmung sollte das Laminat eine Mindeststärke von 7 Millimetern aufweisen. Bei darunter liegenden Werten wird der Boden für Feuchtigkeitsaufquellungen und Kratzer deutlich anfälliger. Auch die Klicksysteme sehr dünner Laminatböden sind dann meist minderwertiger.

Wie jedes Material in Innenräumen ist auch Laminat der Sonneneinstrahlung, die durch die Fenster einfällt, ausgesetzt. Dunkle Beläge können in Zimmern mit einem sehr hohen Lichteinfall schnell verblassen, wenn es nicht über ausreichende Lichtstabilität verfügt. Sie sollten beim Kauf nachfragen, welche Herstellerangaben dazu vorliegen.

Strahlender Boden mit Laminat (Bild: nata-lunata / Shutterstock.com)

Strahlender Boden mit Laminat (Bild: nata-lunata / Shutterstock.com)

Welcher Untergrund ist nötig?



Vom vorhandenen Boden hängt es ab, ob unter dem Laminat noch weiteres Dämm- oder Ausgleichsmaterial benötigt wird. Häufig wird Laminat auch einfach auf den vorhandenen Teppichboden verlegt, in der Hoffnung, damit eine gute Dämmung zu gewährleisten, und um Material zu sparen. Die Tatsachen zeigen aber, dass Teppich als Untergrund ungeeignet ist. Zwar würde ein sehr dünner und bereits abgelaufener Stoff eine Variante sein, dann ist jedoch die weitere Nutzung aufgrund des Alters, des Abnutzungsgrades und eventuell verwendeter Teppichklebemittel nicht zu empfehlen.

Neuerer Teppich erweist sich als zu nachgiebig. Die Klickverbindungen zwischen den Brettern oder Fliesen sind bei einem flexiblen Untergrund sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Das minimiert die Lebensdauer des gesamten Bodens. So aufwendig es auch klingen mag: Wollen Sie lange Freude an Ihrem Laminatboden haben, muss der Teppich raus.

Darunter kommen in den meisten Fällen entweder Estrich oder ein alter Holzboden zum Vorschein. Auf den Estrich gehört eine Dampfbremse als Feuchtigkeitsschutz, was sich vor allem bei häufiger Reinigung empfiehlt, sowie eine Trittschalldämmung. In manche Dämmunterlagen sind bereits Dampfbremsen integriert. Selbst auf Fussbodenheizungen kann Laminat verlegt werden. Hierbei muss besonders akribisch darauf geachtet werden, dass das untergelegte Material über garantiert gute Wärmedurchlass-Eigenschaften verfügt.

Auf den meisten vorhandenen Holzböden müssen Unebenheiten ausgeglichen werden. Achten Sie dort auf Dämmmaterial, das bis zu einige Zentimeter Höhenunterschiede auszugleichen vermag. Soll die Dämmleistung besonders hoch sein, gibt es hierfür spezielle Produkte aus Naturfasern. Sich stark bewegende oder knarrende Dielen, Bohlen und Sperrholzplatten müssen vor der Verlegung von Laminat sicher befestigt werden.

Sind Fliesen oder Steinböden zu belegen, wird ebenfalls eine Dampfbremse benötigt. Optimal ist eine Dämmung, in die der Feuchtigkeitsschutz bereits eingearbeitet ist und welche zudem die Bodenunebenheiten ausgleichen kann. Hier bedarf es auch einer ausgezeichneten Trittschalldämmung. Vorhandener PVC-Belag hingegen macht Ihnen das Leben deutlich leichter. Achten Sie auf die intakte, vollflächige Verklebung. Der Vorteil: Dieses Material ersetzt die Dampfbremse, eine Ausgleichsdämmung ist meist überflüssig.

Wie wird Laminat verlegt?

Berücksichtigen Sie bei der Berechnung der benötigten Materialmenge entsprechend des Raummasses in jedem Fall den Verschnitt. Fügen Sie immer sieben Prozent hinzu, ab fünf Räumen oder 100 Quadratmetern besser zehn Prozent.

Lassen Sie sich im Baumarkt oder beim Fachhändler hinsichtlich des nötigen Zubehörs gründlich beraten. Schnell sind essenzielle Hilfsmittel wie Knieschoner und Verlegeunterlagen vergessen. Beschreiben Sie dem Berater die Ausgangssituation und die Bodenbeschaffenheit. Transportieren Sie das Laminat in seiner Originalverpackung nach Hause. Wird es geliefert, dann kontrollieren Sie es sofort und im Beisein des Transporteurs auf Schäden und Vollständigkeit. Apropos: Im Internet finden sich viele hilfreiche DIY-Videos zur perfekten Verlegetechnik, falls Sie selbst tätig werden wollen.



 

Oberstes Bild: Laminat ist längst nicht mehr die zweite Wahl nach dem Parkett. (© Zurijeta / Shutterstock.com)



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