Vom Band zur Lagerhalle: Logistikstrategien für eine effiziente Produktionskette

Die Bedeutung einer funktionierenden Logistik zeigt sich zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr so deutlich wie in der Weihnachtszeit: Ausgefeilte Logistikstrategien sorgen dafür, dass die passenden Produkte zur gewünschten Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen.

Die Logistik zählt, von den zahlreichen Lastkraftwagen auf den Strassen abgesehen, zu den unauffälligen Teilen der Wirtschaftswelt. Dennoch ist sie ein integraler Bestandteil von Produktions- und Vertriebsketten.

Dieser Artikel wirft einen Blick auf die Bedeutung von Logistikstrategien und erklärt, wie sie dabei helfen, die Produktionskosten zu senken und die Gewinnmargen eines Unternehmens zu erhöhen.

Beispiele für effiziente Logistikstrategien

Das Management von Logistikketten ist komplex und begegnet insbesondere in der globalisierten Welt diversen Herausforderungen.

So unterliegt die Nachfrage nach vielen Produkten starken Schwankungen, sodass es zu Überkapazitäten oder Engpässen kommen kann. Die Produktionsstätten und Kunden vieler Firmen sind zudem über die ganze Welt verteilt, woraus höchste Anforderungen an das sogenannte Supply-Chain-Management, also das Lieferkettenmanagement, entstehen.

Eine ineffiziente Logistik erhöht die Betriebskosten und beeinträchtigt die Rentabilität von Unternehmen. Zudem verursacht sie unnötige Umweltverschmutzung und kann die Reputation von Unternehmen beeinträchtigen.

Firmen begegnen diesen Herausforderungen insbesondere durch die folgenden drei effizienten Logistikstrategien:

  • Bei der Just-in-Time-Produktion (JIT) fordern Unternehmen die benötigten Materialien und Produkte erst an, wenn diese in den Produktionshallen benötigt werden. Diese Strategie verringert den Bedarf an Lagerkapazitäten und reduziert das Risiko unkontrolliert steigender Lagerkosten infolge einer übermässig hohen Vorratshaltung.
  • Die Lean-Logistik zielt darauf ab, die Verschwendung von Rohstoffen in der gesamten Logistikkette zu vermeiden. Sie zählt zu den Logistikstrategien, die einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit legen.
  • Beim Outsourcing beauftragen Firmen externe Anbieter mit der Erledigung der notwendigen Logistikaufgaben. Bei den Fremdunternehmen handelt es sich üblicherweise um spezialisierte Unternehmen. Für die Firmen, die die Strategie des Outsourcings nutzen, geht dies mit dem Vorteil einher, auf die Expertise eines Fachbetriebs zurückgreifen zu können.

Daneben existiert eine Reihe von Mischformen. In der Betriebswirtschaftslehre kommt dem Supply-Chain-Management eine herausragende Bedeutung zu, dass sich die Effizienz der Versorgungskette massgeblich auf die Rentabilität eines Unternehmens auswirkt.

Tipps, um die Effizienz der Produktionskette zu steigern

Um die Produktionskette zu optimieren, ist zunächst ein Verständnis für die einzelnen Prozessabläufe erforderlich. Zu diesem Zweck identifizieren Firmen ihre Lieferanten sowie deren Zulieferer sowie die verschiedenen Produktionsstätten, an denen Roherzeugnisse produziert und Zwischenprodukte gefertigt werden.

Auf dieser Grundlage begeben sich Unternehmen gezielt auf die Suche nach Teilen der Produktionskette, in denen Verschwendung auftritt.

Die Implementierung der nachhaltigen Lean-Prinzipien sowie der Verwendung moderner Technologien tragen dazu bei, mögliche Überkapazitäten, lange Wartezeiten und unnötige Bewegungen zu reduzieren.

Fazit – Logistikstrategien beeinflussen die Rentabilität von Unternehmen massgeblich

Eine ineffiziente Produktionskette schmälert die Erträge und kann das wirtschaftliche Überleben einer Firma gefährden. Die Lean-Prinzipien eignen sich, um die Betriebskosten zu senken und die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu reduzieren. Unternehmen implementieren dieses Konzept im Rahmen einer ganzheitlichen Logistikstrategie, die auch die Beteiligung spezialisierter Logistikfirmen einschliessen kann.

 

Titelbild: Symbolbild (© Aun Photographer – shutterstock.com)

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