Die Zukunft der Präsentation: 3D

24.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Zukunft der Präsentation: 3D
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Präsentationen sind bei allen möglichen Gelegenheiten gefragt – ob Produktvorstellungen, Promotion, Informationsvorträge oder sonstige Botschaften. Ohne visuelle Begleitung durch entsprechende Charts kommt heute kaum noch eine Veranstaltung aus.

In der multimedialen Welt ist der moderne Mensch vielen Eindrücken und Reizen ausgesetzt, somit bleibt die technische Entwicklung auch bei der Präsentationstechnik nicht stehen. Langsam fällt es schwer, noch besondere Aufmerksamkeit mit einer herkömmlichen PowerPoint-Präsentation zu erlangen. Doch auch ihre Entwicklung ist weitergegangen, längst hat sie die Zweidimensionalität verlassen: 3D könnte die Zukunft der Präsentation sein.



Bekannt aus dem Kino

Dreidimensionale Vorführungen sind hauptsächlich aus dem Kino bekannt. 3D-Filme versetzen den Zuschauer mitten ins Geschehen, wodurch er gefühlt zu einem Bestandteil der gezeigten Handlung wird. Das bewirkt ein stärkeres, viel unmittelbareres emotionales Erleben und ist deshalb wesentlich eindrucksvoller als die herkömmliche zweidimensionale Vorführung. Eine 3D-Präsentation ist so etwas wie der Eintritt in eine andere Welt: Sie lässt Virtualität und Realität eins werden.

Inzwischen ist die 3D-Technologie weiter fortgeschritten und hat das Stadium eines Kino-Events verlassen. Bereits vor einigen Jahren wurde von einem namhaften Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem deutschen Fraunhofer-Institut für grafische Datenverarbeitung eine Präsentationstechnik entwickelt, die Touchscreens und 3D-Darstellungen miteinander verbindet. Diese Entwicklung wird längst kommerziell vermarktet und hat auch Nachahmer gefunden.

Verbindung von Touchscreen und 3D



Bei der zusammen mit dem Fraunhofer-Institut im hessischen Darmstadt entwickelten 3D-Technologie wird die Präsentation über einen Touchscreen gesteuert, der unmittelbar auf Berührungen reagiert und Befehle in dreidimensionale Darstellungen umsetzt. So kann beispielsweise ein Objekt auf dem Screen durch einen simplen „Wischer“ ganz einfach im Raum gedreht werden. Die Touch-Technologie ermöglicht es also, Präsentationen interaktiv zu gestalten.



Obwohl Touchscreens erst wenige Jahre alt sind, sind sie im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie schon selbstverständlich geworden und finden in Smartphones, Tablets, Notebooks und anderen Geräten heute bereits vielfach Anwendung. Für die 3D-Präsentation werden zusätzlich spezielle Wiedergabegeräte wie 3D-Projektoren oder -Fernseher benötigt. Um die Effekte wahrnehmen zu können, müssen die Betrachter zudem 3D-Brillen aufsetzen. Das Fraunhofer-Institut entwickelte ein eigenes hochwertiges Projektionssystem namens Heyewall, das ebenfalls im Zusammenhang mit 3D-Präsentationen verwendet werden kann.

Wie Zauberei

3D-Präsentationen eignen sich besonders gut dafür, um bei einer Messe, Roadshow oder einem Event Aufmerksamkeit zu erzielen, da dreidimensionale Vorführungen immer noch etwas Besonderes sind. Sie erzielen Effekte, welche die Fantasie und Träume nahezu in die Wirklichkeit umzusetzen scheinen. Das wirkt ein wenig wie Zauberei. Die Interaktivität eignet sich insbesondere, um komplexe Produkte aus verschiedenen Perspektiven zeigen und erklären zu können. Da sie ganz andere Formen der Darstellung als bisher ermöglicht, eröffnet sie der Präsentation eine neue Dimension.





Um mit Präsentationen Aufmerksamkeit zu erzielen, bietet die 3D-Präsentationstechnologie neue Perspektiven. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

Um mit Präsentationen Aufmerksamkeit zu erzielen, bietet die 3D-Präsentationstechnologie neue Perspektiven. (Bild: Sergey Nivens / Shutterstock.com)

Faszinierend: 3D-Holografie

Auf dem Markt existieren aber bereits noch weitere 3D-Präsentationsformen. Eine faszinierende Anwendung ist beispielsweise die 3D-Holografie. Ein Hologramm ist eine besondere Form der fotografischen Abbildung, die den Wellencharakter des Lichtes ausnutzt. Bei einem Hologramm, das mit speziellen Techniken hergestellt wird, wird im Grunde aus zweidimensionalen fotografischen Aufnahmen bei der Wiedergabe ein dreidimensionales Bild des aufgenommenen Objektes hervorgerufen.

Betrachtet man das Hologramm mit beiden Augen, entsteht ein vollkommen dreidimensionaler Eindruck. Es scheint im Raum zu schweben. Man kann dabei sogar „um die Ecke“ sehen. Bei der 3D-Holografie ist es ebenfalls möglich, Interaktivität einzubauen. Über Handbewegungen und scheinbare Berührungen lässt sich beispielsweise das Bild im Raum steuern oder können Informationen abgerufen werden. Der besondere Vorteil der 3D-Holografie ist, dass sie keine spezielle Brille erfordert, denn das dreidimensionale Bild kann mit blossem Auge wahrgenommen werden.

Passgenau: 3D-Mapping

Eine weitere Anwendung stellt das 3D-Mapping dar, bei dem Gebäude-, Produkt- oder Objektflächen mit 3D-Videos bespielt werden. Da die Video-Darstellungen pass- und pixelgenau auf das jeweilige Objekt ausgerichtet sind, wirken sie wie „angegossen“. Dabei wird die Illusion sich ständig verändernder Strukturen erzeugt. Es wirkt so, als würde das Objekt seine äussere Erscheinung dynamisch wechseln – nahezu chamäleonartig.

Auch hierbei kann der Betrachter durch interaktive Möglichkeiten die Veränderung selbst beeinflussen. 3D-Mapping erzielt eine besondere Aufmerksamkeit für das jeweilige Objekt und übt visuell einen hohen Reiz aus.

3D: in Zukunft auch privat?

Noch sind 3D-Präsentationen kein günstiges Vergnügen. Sie erfordern eine spezielle Technik und entsprechendes Expertenwissen. Daher kommen diese innovativen Präsentationsformen vor allem bei hochwertigen Veranstaltungen und Events zum Einsatz. Trotzdem ist das Thema 3D längst nicht mehr nur auf spezielle Forschungseinrichtungen oder Grossunternehmen beschränkt. Von diesen neuen Möglichkeiten machen auch mittelständische Firmen zunehmend Gebrauch.

Erfahrungen aus anderen Bereichen lassen erwarten, dass mit einer zunehmenden Verbreitung der 3D-Präsentation die Kosten sinken, weil sich die sogenannten „Economies of Scale“ bemerkbar machen. In der Folge könnten somit 3D-Anwendungen vermutlich auch im privaten Bereich Anwendung finden. Vielleicht wird man sich in Zukunft interessante Produkte, Immobilien oder mögliche Reiseziele vorab im 3D-Format ansehen. Das würde weitere neue Erlebnis- und Erfahrungswelten eröffnen.



 

Oberstes Bild: © Maxx-Studio – Shutterstock.com

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