Kultur am Arbeitsplatz – so geht’s

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Kultur am Arbeitsplatz – so geht’s
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Wer von Kultur am Arbeitsplatz redet, wird verdächtigt, zu denen zu gehören, die sich am Arbeitsplatz wohnlich niederlassen wollen. So verfehlt ist dieser Verdacht gar nicht, besteht doch hier ein Interesse daran, das Arbeitsumfeld ästhetisch und einladend zu gestalten. Mit Kultur am Arbeitsplatz sind eben nicht Radio, Fernsehen, Video oder andere unterhaltsame Darbietungen gemeint, sondern vielmehr eine künstlerisch ausgewogene, zum Arbeitsumfeld passende und entsprechend schöne Gestaltung der Arbeitsräume.

Ein probates Mittel für Kunst und Kultur am Arbeitsplatz sind Skulpturen oder gerahmte Bilder und Poster. Damit lassen sich kahle Wände freundlicher gestalten, ein Bezug zum Arbeitsplatz schafft ein einheitliches Erscheinungsbild und letztlich unterstreicht das Unternehmen selbst, dass es an einer angenehmen Ausgestaltung der Arbeitsplätze interessiert ist.



Bilder und Skulpturen in Empfangsräumen und Fluren

Grosse Empfangsräume, die Lobby im Hotel oder lange, gleichförmige Flure in Unternehmen wirken leer und wenig einladend, wenn hier nicht mit Geschmack und Geschick Hand angelegt wird. Neben einer gekonnten farblichen Gestaltung der Wände und einer nutzungsgerechten Möblierung kann auch hier der Einsatz von Kunst zu einer angenehmeren, aufgelockerten Atmosphäre beitragen. Dabei können Bilder genauso genutzt werden wie etwa Skulpturen.

Wegen der platzsparenden Aufhängung und der einfachen Reinigung sind Bilder die bevorzugte Art, Kunst auch in unterschiedliche unternehmerische Bereiche zu bringen. Dabei bietet sich die dauerhaft ausgelegte Präsentation von Kunstrepliken genauso an wie etwa wechselnde Ausstellungen zu bestimmten Themen. Oftmals lassen sich solche Gestaltungen auch durch Künstler der Region bewerkstelligen, die dann hier ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen können und eventuell auch zum Verkauf anbieten.

Bilder in Empfangsräumen und Fluren sollten in jedem Fall zum Stil und zur inhaltlichen Ausrichtung der Unternehmen passen. Dabei können Inhalte zum Leistungsprofil des Unternehmens passen oder aber auch Bezug auf die Region oder auf das Unternehmen selbst nehmen. Wichtig ist, dass die Bilder in Fluren und Empfangsräumen zur Gesamtgestaltung und zum Anspruch des Unternehmens passen.





Kunst im Büro. (Bild: PlusONE / Shutterstock.com)

Kunst im Büro. (Bild: PlusONE / Shutterstock.com)

Kunst im Büro



Schön, wenn sich Ihre Mitarbeiter im Büro wohlfühlen. Dann liegt das vielleicht nicht nur an einem insgesamt guten Arbeitsklima, sondern vielleicht auch an der gekonnten Raumgestaltung mit modernen, funktionalen Büromöbeln, pflegeleichten Grünpflanzen und vielleicht auch schönen Bildern. Oftmals überlassen Vorgesetzte ihren Mitarbeitern selbst, ob und welche Bilder im Büro aufgehängt werden. Nicht gern gesehen sind hier Bilder mit anstössigen Inhalten oder grossformatige private Aufnahmen. Darüber hinaus ist den Arbeitnehmern im Büro meist freie Hand gegeben.

Professioneller lässt sich die Ausstattung von Büros mit Bildern aber dann gestalten, wenn der Arbeitgeber bereits bei der Raumausstattung auf passende Kunst viel Wert legt. Dann können Bilder gewählt werden, die inhaltlich zur betrieblichen Ausrichtung passen und bei guter Auswahl auch schöne Akzente im Raum setzen. Ob hier in mehreren Büros unterschiedliche Werke eines Künstlers oder völlig verschiedene Kunstwerke eingesetzt werden, bleibt Geschmackssache.

Bilder in der Produktion

Hinsichtlich einer künstlerischen Ausgestaltung von Produktionsbereichen gibt es oftmals sehr abweichende Haltungen. Während die einen sagen: „Ja, ich will Kunst am Arbeitsplatz, auch in der Montagehalle!“, meinen andere: „Nein, hier ist es mir zu schmutzig und zu laut, als dass ich hier Bilder aufhängen wollte. Mein Arbeitsplatz ist keine Kuschelzone!“ Beide Meinungen sind nachvollziehbar und spiegeln die betriebliche Realität wider.

Dennoch kann auch in bestimmten Produktionsbereichen gezielt Kunst zur Aufwertung des Arbeitsumfeldes eingesetzt werden. Schwierig wird das dort sein, wo unter typisch industriellen Bedingungen wie etwa in der Stahlproduktion gearbeitet wird. Einfacher geht es dort, wo beispielsweise in Montagehallen ein relativ geordnetes und sauberes Raumklima herrscht. Dort gibt es keinen Grund, auf Kunst am Arbeitsplatz zu verzichten. Es sei denn, die Arbeitnehmer selbst wünschen dies übereinstimmend nicht.

Sozialräume künstlerisch gestalten



Sozialräume sind nicht einfach nur Pausenräume oder Bereiche zum Umkleiden. Gerade die Pausenräume sind ein Ort der kurzfristigen Entspannung und dürfen dementsprechend auch mit einer leicht wohnlichen Atmosphäre glänzen. Hier lassen sich an grossflächigen Wänden auch Bilder einsetzen, die zur allgemeinen Raumgestaltung passen und eine wohltuende Atmosphäre schaffen. Manchmal werden hier neben Bildern oder als Alternative dazu auch passend gestaltete Wandteppiche oder ähnliche dekorative Elemente eingesetzt.

Wenn Sozialräume nicht nur Funktionsräume sind, sondern eben auch als Rückzugsort dienen, sollten hier in jedem Fall auch ästhetische Ansprüche in der Raumgestaltung umgesetzt werden. Ein Sozialraum ist eben keine Bahnhofsvorhalle, sondern ein Ort der Entspannung und Vorbereitung auf den nächsten Arbeitsabschnitt.

Was Kunst am Arbeitsplatz nicht kann

So angenehm gut gewählte Kunstwerke am Arbeitsplatz auch wirken können, sind sie doch kein Allheilmittel. Ein stark gestörtes Betriebsklima lässt sich mit Bildern und Skulpturen allein nicht verbessern. Und unpassend gewählte Bilder machen aus unsauberen Arbeitsbereichen auch keine Wohlfühlzonen. Kunst am Arbeitsplatz muss immer mit dem Anspruch einhergehen, ein insgesamt angenehmes Arbeitsumfeld zu schaffen, und sollte die Atmosphäre im Raum nicht bestimmen, sondern lediglich gekonnt unterstützen. Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die manches Mal weniger kosten als zunächst vermutet, aber immer einen guten Beitrag zum Wohlfühlen im Betrieb leisten können.





 

Oberstes Bild: © Wilm Ihlenfeld – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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