Wie wohnlich soll oder darf ein Büro sein?

29.10.2014 |  Von  |  Büroeinrichtungen
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Wie wohnlich soll oder darf ein Büro sein?
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Für echte Homeworker stellt sich diese Frage eher seltener. In aller Regel wird das Homeoffice genau so eingerichtet, wie es dem Heimarbeiter am besten gefällt. Grosszügig hell und luftig in einem eigens dafür eingeplanten Raum, eher kuschelig klein in einer Ecke des Wohnzimmers oder ganz gemütlich gleich neben der einladenden Couch. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Anders fallen die Überlegungen dann aus, wenn in Unternehmen Büroräume oder gar ganze Bürotrakte eingerichtet werden müssen. Dann muss je nach Unternehmensphilosophie und Anspruch überlegt werden, wie nüchtern klar oder wohnlich attraktiv unterschiedliche Büroräume eingerichtet werden können. Dabei spielen Ansprüche an die zu erwartende Leistung genauso eine Rolle wie die Schaffung eines angenehmen Ambientes für Büroarbeiter, Kunden und Besucher.



Von der nüchternen Arbeitszelle zum einladenden Arbeitsplatz

Rein funktional gesehen reicht es aus, wenn ein Büro mit alldem eingerichtet und ausgestattet wird, was für die täglichen Arbeitsabläufe erforderlich ist. Schreibtisch, Schreibstuhl, Besucherstuhl, Regal, Schrank und vielleicht noch ein oder zwei Rollcontainer dürften ausreichen. Dazu die erforderliche Bürotechnik, Schreibutensilien, Formulare und Papier und schon ist es fertig, das funktionale Büro.

Ob sich in einer so tristen Arbeitsumgebung jedoch die volle Leistung erbringen lässt, darf offen bleiben. Von kreativer Denkarbeit ganz zu schweigen.

Sicherlich angenehmer, aber meist auch teurer in der Einrichtung und Ausstattung sind Büroräume, die schon von sich aus zum Arbeiten und Denken einladen. Eine räumlich intelligente Aufteilung, inspirierende Farbgestaltungen, Grünpflanzen sowie bequeme und einladende Möblierungen sorgen hier schon auf den ersten Blick dafür, dass eine kreative Arbeit getan werden kann. Und wegen der einladenden Gestaltung kommen die Mitarbeiter, aber auch Kunden und Besucher gern in solche Büros. Oftmals auch mit der Absicht, länger zu bleiben.



Arbeitsplatz als Wohlfühlzone

Sicherlich ist der Arbeitsplatz im Büro in erster Linie der Platz zum Arbeiten. Besonders gut gelingt das erfahrungsgemäss dann, wenn sich dort die Mitarbeiter auch wirklich wohlfühlen. Dann kommen sie gern zur Arbeit, empfinden den Arbeitsplatz sogar als einen gern gesehenen Teil ihres Lebens und bringen sich entsprechend produktiv in die Arbeit ein.

Dazu reicht es oftmals schon aus, wenn der Arbeitsplatz über die rein funktionale Ausstattung hinaus ein paar Highlights zu bieten hat, die eine echte Wohlfühlatmosphäre hervorrufen können. Häufig sind das bei ausreichendem Platzangebot kleine Sitzgruppen, vielleicht auch die moderne grosse Couch mit Beistelltisch, Kunst an den Wänden und intelligente Lichtinstallationen.

Thema Licht

Gerade Licht spielt neben der allgemeinen Möblierung im Büro eine wichtige Rolle. Von rein ergonomischen Gesichtspunkten bis hin zur ausgereiften Lichtinstallation reichen hier die Möglichkeiten. Sicherlich reicht es aus, wenn ein Büroraum mit hellen, aber auch grellen Neonleuchten ausgeleuchtet wird. Das leichte Flackern macht dann vielleicht nicht gerade die Gemütlichkeit im Raum aus und sorgt schnell für müde Augen, aber ausreichend Licht spenden die Neonleuchten allemal. Praktischer wird es schon dann, wenn die allgemeine Raumausleuchtung durch punktuelle Lichtquellen ergänzt wird. Dazu zählen beispielsweise Arbeitsplatzleuchten oder auch attraktive Standfluter, die dem Raum je nach Einstellung eine ganz besondere Wirkung verleihen. Das schafft eine ebenso einladende wie praktische Ausleuchtung für unterschiedliche Bereiche im Büro.

Wie wohnlich darf es sein?



Ein Arbeitsplatz bleibt ein Arbeitsplatz. Und trotzdem sollen und dürfen sich die Mitarbeiter hier gewissermassen wie zu Hause fühlen. Dann kommen sie gern ins Büro und erbringen dort in aller Regel Leistungen, die weit über das Übliche hinausreichen.

Ein Büroarbeitsplatz darf immer so wohnlich sein, wie es die Arbeit und der Anspruch des Unternehmens erlauben. Mit Sicherheit werden Büros auch im 21. Jahrhundert nicht zu Wohnräumen für Mitarbeiter und Besucher werden, sie sollten aber zumindest so gestaltet sein, dass ein echtes Wohlfühlen hier möglich wird. Damit grenzen sich modern gestaltete Büros von den alten verstaubten Schreibkammern vergangener Zeiten ab.





Grossraumbüro. (Bild: 06photo / Shutterstock.com)

Grossraumbüro. (Bild: 06photo / Shutterstock.com)

Wie geht so etwas im Grossraumbüro?

Aus verschiedenen Gründen sehen viele Arbeitgeber auch heute noch das Grossraumbüro als den Inbegriff produktiven Arbeitens. Das kann, muss aber nicht funktionieren. Egal wie gross ein Büro ist und wie viele Arbeitsplätze dort zusammengefasst werden – immer lassen sich dort auch zumindest einzelne Bereiche mit anspruchsvollen Möblierungen und Gestaltungen einrichten. Diese Bereiche können dann als Besprechungsbereich, Pausenzone oder als Empfangsbereich für Besucher ausgestaltet werden. Einladende Sitzgruppen, warme Ausleuchtungen, eine passende farbliche Gestaltung, vielleicht ein paar attraktive Grünpflanzen und ein wenig Kunst an der Wand sorgen dann dafür, dass diese Bereiche zu wahren Inseln des Wohlfühlens auch im Grossraumbüro werden können.

Letztlich ist die angenehme Ausgestaltung von Arbeitsbereichen auch im Büro immer nur eine Frage des Wollens. Die Möglichkeiten dafür stehen in einer breiten Auswahl zur Verfügung. Gern können Sie sich dafür hier im Blog oder auf einer unserer Partnerseiten die passenden Anregungen dafür holen. Im Mittelpunkt steht dabei die Arbeit, aber eben eine solche Arbeit, die bereits von der Einrichtung her die besten Möglichkeiten für das Wohlfühlen im Unternehmen bietet.



 

Oberstes Bild: © Goran Bogicevic – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.


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