Agiles Arbeiten – so könnte ein Arbeitsplatz für agile Teams aussehen

01.04.2019 |  Von  |  Allgemein
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Agiles Arbeiten – so könnte ein Arbeitsplatz für agile Teams aussehen
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Laissez-faire, Kooperativ und Situativ: Das sind die drei Führungsstile, die es zu mischen gilt, wenn agiles Arbeiten gewünscht ist. Doch was genau ist agiles Arbeiten eigentlich? Wie kann es in Unternehmen umgesetzt werden? Das wichtigste ist ein funktionierendes Team und nicht das Management. Wichtiger noch wird Human Ressource. Eigentlich dreht agiles Arbeiten an ganz anderen Stellschrauben als die klassische Denkweise, bei der der Fisch vom Kopf stinkt. Das ist spannend und definitiv mehr als eine Überlegung wert.

Am Ende haben mit der Methode Agiles Arbeiten auch kleinere und Mittelständische Unternehmen in weniger beliebten Branchen die Chance auf High Potentials attraktiv zu wirken. – Sie sind diejenigen, die keine Angst vor Verantwortung haben.

Was ist Agiles Arbeiten?

Im Grunde hat sich ein winzig kleines Manifest aus der Software Entwicklung sich schon wieder zu einem gigantischen Ballon aufgeblasen. Was eigentlich gedacht war als radikale Verschlankungskur und dazu, einem Prozess Beine zu machen, wenn es schneller laufen muss oder sich umzudrehen, droht nun durch Verkopfung und Methodenlawinen wieder zu etwas wahnsinnig komplizierten zu werden.

Agiles Arbeiten ist ein Mindset! Keine Methode!

Es gelten dabei laut dem Maifest diese Ansichten:

  1. Individuen und deren Interaktionen sind relevanter als Prozesse und Tools
  2. Ausprobieren ist sinnvoller als langatmig, dokumentierte Testreihen
  3. Zusammenarbeit mit Kunden ist besser als Vertragsverhandlungen – siehe Influencer und Tester von Produkten/Software vor dem Entwicklungsende
  4. Statt einem starren Plan blind zu folgen, sollte besser auf Situationen eingegangen werden.

Das alles ist eine ganz grobe Übersetzung und es fehlt noch der Teil, indem das Manifest ausdrücklich schildert, dass es auch die konservativen Herangehensweisen schätzt, jedoch aber die anderen Optionen bevorzugt.

Was bedeutet Agiles Arbeiten in der Praxis?

Wenn eine Firma in einem nicht-produzierenden und nicht-entwickelndem Sektor agil arbeiten würde, könnte das beispielsweise bedeuten, dass im Einzelhandel immer erzählt wird, welche Produkte gerade an der Kasse zum Up-Sale angeboten werden – jetzt wird aber dem Mitarbeiter plötzlich zugetraut, dass er erkennen kann, ob sich die Oma wirklich für den Tintenkiller im Angebot interessiert oder ob sie sich nicht lieber eine Lupe hätte mitnehmen wollen.

Kleine Dinge entschieden: Agiles Arbeiten heisst, die Verantwortung von der Chefetage zu nehmen und den Mitarbeitern zu geben. Sie werden auf diese Weise geschätzt und sind motivierter. Sie sind für Kundenbindung, Außenwirkung, Innovation und mehr erfolgskritische Stellen verantwortlich. Erfolgskritische Stellen – unmittelbar am Mann, nicht wie der Chef.

Geht Agiles Arbeiten denn wirklich überall?

Kurz: Ja. Aber langsam und nur mit dem richtigen Mindset von Chef und Mitarbeitern. Deshalb muss Personalbeschaffung und Personalentwicklung einen ganz neuen Stellenwert einnehmen.

Wenn die Mitarbeiter eigenständig Punkte abarbeiten – inklusive der Organisation – müssen sie ein echtes Team sein auf zwischenmenschlicher Ebene und jeder Einzelne muss produktiv in das Team passen.

TEAM: Toll ein anderer machts

Wer kennt das nicht noch aus der Schule? Ein guter Schüler zieht 3 faule mit und alle bekommen die gleiche Note. Je nachdem, wie leistungsstark und nervenstark die guten Teammitglieder sind, ziehen sie auch im Job solche faulen Tomaten mit. Das geht auf Dauer aber nicht gut. Agiles Arbeiten im ursprünglichen Sinne setzt zwingend voraus, dass jeder einzelne Angestellte fähig ist und motiviert, sein Bestes zu geben.

Grosse Aufgabe für die Personalabteilung

Es kann nicht morgen plötzlich agil gearbeitet werden. Leider denken das immer noch einige, weil sie meinen, mit neuen Methoden die Agilität ins Haus zu holen. Das geht nicht. Die richtigen Mitarbeiter müssen zuerst her. Dann muss sich alles um Teambildende Massnahmen drehen.

Schliesslich müssen die Identifikation und Loyalität mit dem Unternehmen geschürt werden.

Das Ziel muss immer ganz klar formuliert werden. Wenn es sich um kleine Teams handelt im nichtakademischen Bereich, können einfache Visualisierungen helfen.

Agiles Arbeiten: So könnte ein Tag aussehen

Arbeitsplatz Gestaltung und viele Post Its!

Es kann funktionieren, dass Mitarbeiter im Pausenraum zusammenarbeiten und für anstrengende Aufgaben in ihr Büro gehen, aber am besten ist eine offene Bürofläche, Gruppentische und flexibel zu stellende Möbel. Angenehme Raumteiler mit Pflanzen sowie viel Platz zum Pinnen, schreiben und Brainstormen erleichtern das Arbeiten der Mitarbeiter. Es ist wieder Zeit für Post Its. Das geht viel schneller – Das Team organisiert sich morgens beim Frühstück seine To-Do Liste.


(Bild: Zastolskiy Victor / shutterstock.com) Die Inneneinrichtung des Büros trägt einen grosses Teil zum erfolgreichen agilen Arbeiten bei.


Vorher hatte der Chef mit dem Team eine kleine Besprechung über Tagesziel, den gestrigen Verlauf und eventuell aktuelle Probleme, die angegangen werden müssen. Schon kann das ganze Team agil auf anstehende Dinge reagieren. Taucht ein Problem auf, was alle angeht, kann die Person das Team direkt ansprechen und alle anderen Aufgaben werden nicht mit Folgefehler gemacht, sondern können direkt angehalten werden.

Hier steckt viel Potential zum Geld sparen

Wer mehr Kreativität und lange Arbeitsstunden forcieren will, kann seinen Mitarbeitern Spielmöglichkeiten, Aufenthaltsräume, Fitnessoptionen und andere Non-Work-Areas anbieten. Ein Team entwickelt sich in diesen Räumen von ganz alleine. All das ist die Basis für wirklich agiles Arbeiten. Und natürlich der Chef, dem Top-Down ein Fremdwort ist.

 

Titelbild: g-stockstudio – shutterstock.com

Über Marta Fischer

Marta Fischer ist leidenschaftliche Autorin mit einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis.
Schreiben empfindet sie als Lebenselixir und möchte damit möglichst viele Menschen erreichen.


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