Bewegung im Büro mit den richtigen Massnahmen fördern

18.04.2020 |  Von  |  Büroeinrichtungen
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Wer viel sitzt, der hat auch rasch Rückenschmerzen. Diesen Grundsatz hat im Prinzip schon jeder einmal gehört, der tagtäglich ins Büro zur Arbeit geht. Leider entspricht dies nicht selten der Wahrheit. Statistisch gesehen verbringen Arbeiter im Büro etwa 85 Prozent des Tages in sitzender Position, ohne dass sie sich grossartig bewegen. Um diesem Teufelskreis zu entgehen, gibt es inzwischen jedoch zahlreiche Möglichkeiten, um sich sogar im Sitzen sportlich zu betätigen.

Neben den nützlichen Geräten leisten Apps einen guten Beitrag, um den Sitzenden regelmässig an seine Bewegung zu erinnern und ihm Tipps zu geben, wie er Kopf, Arme und Schultern vor Verspannungen schützt. Bei all diesen Bemühungen spielt allerdings noch ein weiterer Faktor eine grosse Rolle: die richtige Ergonomie! Denn sie schützt den Arbeitenden vor Fehlhaltungen und daraus resultierenden Muskelschmerzen.

Problemen entgegenwirken mit anständiger Ergonomie

Gerade im Büro gibt es besondere Richtlinien, um die Ergonomie anzupassen und somit schmerzhaften Rückenschmerzen aus dem Weg zu gehen. Das Motto: Bewegung in den Büroalltag bringen. Die richtigen Ansätze sehen folgendermassen aus:

  • Jeder Bürostuhl besitzt heutzutage eine verstellbare Rückenlehne, sowie Sitzhöhe. Dazu kommt ein Wipp-Mechanismus und möglicherweise sogar eine einstellbare Sitzneigung. Sofern der Stuhl diesen nicht besitzt, gibt es als Alternative passende Keilkissen, die das Becken beim Sitzen abschrägen und somit für eine variable Sitzposition sorgen.
  • Neben dem Keilkissen gibt es auch Trittstufen und Pedale, die man unter dem Schreibtisch positioniert. Dank ihnen ist es möglich, die Füsse in einer anderen Position und Höhe abzulegen.
  • Höhenverstellbarer Schreibtisch: Es gibt sie mit manuellem und elektrischem Antrieb. Die Schreibtische haben die Eigenschaft, dass man sie gemäss der eigenen Wünsche hoch- und wieder runterfahren kann. Auf diese Weise wird dem sonst Sitzenden das stundenweise Arbeiten im Stehen ermöglicht.
  • Ergonomische Mäuse und Tastaturen: Diese beiden Hardware-Komponenten gibt es in unterschiedlichen, ergonomischen Ausführungen. Es muss nicht immer die gebogene Tastatur sein. Für einige Menschen ist es bereits eine Bereicherung, ein Gelkissen unter den Handgelenken liegen zu haben. Andere bevorzugen eine hochkant gestellte Maus, die den Karpaltunnel und die Sehnenscheiden vor Entzündungen schützt.

Neben der richtigen Hardware sollte selbstverständlich auch ein Blick auf die sonstigen Begebenheiten im Büro geworfen werden. So kann beispielsweise eine möglichst ruhige Umgebung, oder aber eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent dazu beitragen, dass man sich sehr viel wohler fühlt und Schmerzen dauerhaft vermieden werden.


richtige Sitzposition am Arbeitsplatz. Mann auf Stuhl, der mit Laptop arbeitet

Auch Sport und Bewegung sind nicht zielführend, wenn bei der Ergonomie gespart wird. (Bild: Marcin Balcerzak – shutterstock.com)


Zusätzliche Geräte für Sport und Bewegung

Wer noch mehr Bewegung in das Ganze bringen möchte und ihm einen sportlichen Charakter verleihen will, kann stattdessen spezielle Sportgeräte verwenden, um sich im Büro ein wenig körperlich zu betätigen. Mit dazu gehören:

  • Sitzräder: Diese Apparaturen werden unter dem Schreibtisch aufgestellt und ermöglichen das Radeln während der Arbeit. Sie dienen nicht nur der Bewegung an sich, sondern fördern den Erhalt der Muskeln und bringen das Herz-Kreislauf-System auf Trab.
  • Klimmzugstange für die Tür: Sofern es der Arbeitgeber erlaubt, lässt sich über der Tür eine solche Stange befestigen. Dank dieser kann man in den Pausen Klimmzüge vollziehen. Diese helfen nicht nur, Verspannungen zu lösen, sondern auch das Gehirn zu aktivieren. Zudem sind sie jederzeit wieder ganz leicht abzumontieren.
  • Vorrichtungen für Dehnübungen auf dem Bürostuhl: Diese Systeme lassen sich ganz einfach am vorhandenen Bürostuhl befestigen. Sie bieten Zugseile, sowohl an den Seiten als auch unterhalb des Stuhls. Dank ihnen lassen sich Dehn- und Muskelübungen in sitzender Position ausüben.
  • Reflexzonen-Massagegeräte: Wer normalerweise viel zu Fuss unterwegs ist und die Pausen am Schreibtisch eher zur Entspannung nutzt, kann sich unter dem Tisch die Füsse von einem speziellen Gerät massieren lassen.
  • Mini-Hanteln und Fingerhanteln: Die Fingerhantel gehört fast zum Standard einer jeden Büroausstattung. Wer beispielsweise viel tippt, dessen Hände verspannen sich leicht. Um sie zu lockern, dient der kleine Trainer, der sich in der Schublade aufbewahren lässt. Mini-Hanteln hingegen trainieren die Muskeln, die man sonst während der Büroarbeit nicht beansprucht. Modelle inklusive Vibration dienen unterdessen der Entspannung.

Neben all diesen Ideen gibt es selbstverständlich noch viele Kleingeräte, mit denen jedoch vor allem die Finger trainiert werden. Sei es ein Igelball, Silikon-Fingerbänder oder ähnlichem. Die Möglichkeiten, sich im Büro regelmässig zu bewegen, sind schier unbegrenzt.

Hilfreiche Apps für mehr Bewegung

Möchte man sich stattdessen eher auf die Fähigkeiten von Apps verlassen, die einen an die regelmässige Bewegung erinnern, stehen auch diese zur Verfügung:

  • Atmen-App: Eine App, die zur Beruhigung eingesetzt werden kann, aber auch zur Entspannung. Mittels Grafik fordert die App den Nutzer zum regelmässigen Atmen auf. Das entspannt und fährt auch mal das Gemüt runter.
  • Steh-Auf-App: Je nach Fitness-Watch besitzen diese eine Funktion, die einen stündlich daran erinnert, aufzustehen und ein paar Schritte zu gehen.
  • Übungs-Apps: Gerade im Büroalltag gibt es viele kleine Übungen, die in wenigen Minuten erledigt sind. Derlei Apps zeigen anhand von Videos, wie man sie richtig macht. Mittels dieser ist auch die Erstellung von Trainingsplänen, inklusive Erinnerungsfunktion möglich.

Wie man sieht, ist es nicht besonders schwierig, sich im Büro regelmässig sportlich zu betätigen.

 

Titelbild: G-Stock Studio – shutterstock.com


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