Gesundheit im Unternehmen fördern und Burnout vorbeugen

17.03.2020 |  Von  |  Büroeinrichtungen
feature post image for Gesundheit im Unternehmen fördern und Burnout vorbeugen

Mitarbeiter sind für jedes Unternehmen eine der wichtigsten Ressourcen überhaupt. Denn ohne die Mitarbeiter im Verkauf, in der Produktion, im Büro, im Marketing und in all den anderen Bereichen, die ein Unternehmen ausmachen, kann kein Unternehmen funktionieren.

Damit Mitarbeiter aber ihren vollen Leistungsstand erreichen können, müssen sie gesund sein. Die Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter wurde über einen langen Zeitraum als wichtiges Kriterium für den Erfolg eines Unternehmens komplett übersehen. Dabei gibt es eine Menge, was der Arbeitgeber tun kann, um die Gesundheit zu fördern und das Risiko von langfristigen Erkrankungen zu minimieren.

Die Gesundheit im Unternehmen effektiv fördern

Wer die Gesundheit seiner Mitarbeiter effektiv fördern möchte, kann direkt ein paar ebenso einfache wie wichtige Dinge beachten. Da wäre zum Beispiel die Schaffung von Freiraum und Pausen. Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter in ihrer Mittagspause und nach dem Feierabend Zeit haben, um abzuschalten. Dazu gehört auch, dass in jeder Woche eine Phase mit mehreren freien Tagen am Stück notwendig ist. Klassisch ist es das Wochenende. In Bereichen, in denen zum Beispiel samstags gearbeitet wird, sollte sichergestellt werden, dass der freie Tag unter der Woche so oft wie möglich auf den Montag fällt. Nur so kann ein wirklich erholsames Wochenende sichergestellt werden.

Stress und Druck auf der Arbeit gehören übrigens zu den Hauptursachen von Burnout Erkrankungen. Solche können, ebenso wie der Krankenstand im Allgemeinen, oftmals durch eine freiwillige Erhöhung der Urlaubstage im Betrieb reduziert bzw. ganz vermieden werden.

Das richtige Arbeitsumfeld schaffen

Hygiene im Betrieb selbst ist natürlich wichtig, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten. Ebenso wichtig ist aber auch ein ergonomischer Arbeitsplatz. Sowohl im Büro, wo die Mitarbeiter vor allem in Zeiten der Digitalisierung und des papierlosen Büros fast den ganzen Tag sitzen, als auch im handwerklichen Bereich sollte auf ergonomische Arbeitsplätze geachtet werden. Rückenleiden, kaputte Knie, Hüftbeschwerden und zahlreiche andere Erkrankungen unserer Wohlstandsgesellschaft können so frühzeitig vorgebeugt werden.

Übrigens: In manchen Bereichen, wie beispielsweise der Computerindustrie, wird das Problem teilweise ausgelagert, indem in Ländern mit schlechteren Arbeitsbedingungen und günstigeren Fertigungsmöglichkeiten produziert wird. Doch die Verantwortung eines Unternehmens bezieht sich hier nicht nur auf die eigenen Arbeitnehmer. Auch die Frage, bei welchen Unternehmen ich produzieren lasse, sollte in diesem Zusammenhang auf jeden Fall erlaubt und wichtig sein.


Mann istzt im Schneidersitz auf einem Bürotisch

Regelmässige Pausen, ergonomische Büromöbel sowie gutes Zeitmanagement sollten als Präventionen gegen Burnout angesehen werden. (Bild: Just dance – shutterstock.com)


Ein betriebliches Gesundheitsmanagement etablieren

Das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein Begriff, der schon seit einigen Jahren die Runde macht. Tatsächlich gibt es bereits eine ganze Reihe von Unternehmen, die hier recht weit vorn sind, was die Einrichtung und stetige Erweiterung eines solchen BGM angeht. Zahlreiche öffentliche Stellen, wie beispielsweise die Gesundheitsförderung Schweiz, eine von Kantonen und Versicherern getragene Stiftung, steht Unternehmern und Entscheidern hier beratend zur Seite und hilft bei der Einführung und Etablierung eines solchen BGM.

Bestandteil eines solchen BGM können, neben Rückkehrgesprächen mit langfristig erkrankten Mitarbeitern, auch verschiedene Sport- und Vorsorgeangebote sein. Im Rahmen solcher Rückkehrgespräche sollte es vorwiegend darum gehen zu erkennen, welche Krankheitsherde es im Arbeitsumfeld der jeweiligen Mitarbeiter gibt und an welchen Stellen der Arbeitgeber ansetzen kann, um diese auszuschalten. Vor allem bei Burnout Erkrankungen ist es oftmals so, dass vorher deutliche Warnsignale zu erkennen waren, die aber weder von Kollegen noch von Vorgesetzten wahrgenommen wurden. Vor allem Führungskräfte müssen in diesem Bereich geschult werden, um auch ihrer Fürsorgepflicht dem Mitarbeiter gegenüber gerecht werden zu können.

Zu einem guten BGM können aber noch weitaus mehr Angebote gehören. So zum Beispiel eine Ernährungsberatung im Büro oder Massagetermine bei einem mobilen Massageservice, der in der Mittagspause genutzt werden kann. Auch gibt es ganze Sportkurse, die nur von der Belegschaft des eigenen Unternehmens genutzt werden können. Auch eine Partnerschaft mit einem örtlichen Fitnessstudio oder einem Schwimmbad in der Nähe, das dann vergünstigte Preise für die Angestellten anbietet, kann ein guter Bestandteil eines erfolgreichen BGM sein.

Auch die Kantine spielt eine Rolle

Wenn im Unternehmen die Möglichkeit der Versorgung mit Essen in der Kantine gegeben ist, sollte eine gute Gesundheitsvorsorge für die Mitarbeiter schon in diesem Bereich beginnen. Natürlich möchte sich hier niemand bevormunden lassen. Ausschliesslich vegetarische oder gar vegane Kost wird die Belegschaft ebenso wenig ansprechen, wie der komplette Verzicht auf Frittierte Speisen. Grundsätzlich sollte aber eine ausreichend grosse Salatbar zur Verfügung stehen und jeden Tag sollte auch ein gesundes, im besten Fall vegetarisches oder veganes, Gericht zur Auswahl stehen.

 

Titelbild: Kaspars Grinvalds – shutterstock.com


Ihr Kommentar zu:

Gesundheit im Unternehmen fördern und Burnout vorbeugen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.