Interaktive Zusammenarbeit – was sich in der Zukunft ändern wird

07.07.2019 |  Von  |  News, Sozialraum
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Interaktive Zusammenarbeit – was sich in der Zukunft ändern wird
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Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel. Schon seit ein paar Jahren gehen die Trends stärker zu Grossraumbüros und Open Spaces. Die Mitarbeiter sollen enger zusammenarbeiten, schneller und leichter miteinander ins Gespräch kommen, Synergien nutzen und transparenter arbeiten. Deutlich inspiriert von amerikanischen IT Grosskonzernen liegt der Fokus auf dem Teamgedanken, mit deutlich steigender Tendenz.

Doch nicht nur während der Arbeitszeit, bis in den Feierabend soll der Austausch mit den Kollegen stattfinden. After-Work-Partys, gemeinsamer Sport oder ein Museumsbesuch nach Feierabend, förderlich für das Team und die Karriere. Networking und interaktive Zusammenarbeit sind die neuen grossen Trends, auf die in Zukunft noch stärker wert gelegt wird.

Open Spaces

Seit ein paar Jahren weht ein neuer Wind in den alten Bürogebäuden. Dunkle Kleinbüros in denen Angestellte hinter verschlossenen Türen ihren Aufgaben nachgehen sind Geschichte. Arbeitsplätze müssen offen und hell sein, die Mitarbeiter können so näher beieinander sitzen und enger zusammenarbeiten. Wände, Regale, grosse Schreibtische und Aktenschränke werden reihenweise abgebaut.

Entstanden sind in vielen Unternehmen Open Spaces oder einfach moderne Grossraumbüros. Die Büroräume sind offen und neutral gestaltet. Die Zeiten der Aktenberge sind dank der Digitalisierung auch vorbei, wodurch der Clean Desk Trend gut umsetzbar ist. Gerade in modernen Unternehmen werden aufgrund von Teilzeitmodellen, Elternzeit, Semesterferien und sonstigen Arbeitszeitmodellen Schreibtische gerne geteilt, weshalb die Mitarbeiter sich gar nicht mehr persönlich an einem Platz einrichten.



Ziel dieses Modernisierungstrends, der gleichzeitig zukunftsweisend ist, ist eine schnellere und effizientere Erledigung der Aufgaben als Team. Das Zauberwort ist Synergie. Alle Mitarbeiter sollen sich und ihr Wissen einbringen, sich gegenseitig unterstützen und fördern und durch interaktive Zusammenarbeit den grössten Nutzen für alle erreichen.

Synergie und interaktive Zusammenarbeit

Flache Hierarchien, Open Space Büroflächen und eine kommunikative, für Networking geeignete Kaffeeecke, sollen den Arbeitsalltag zu einem teamorientierten und effizienten Arbeitsumfeld werden lassen. Um den Wohlfühlfaktor und gleichzeitig die Flexibilität noch zu erhöhen gehen mit der zukünftigen Arbeitswelt auch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Desk Sharing Modelle einher.

Interaktive Zusammenarbeit und Synergie gehören inhaltlich zusammen. Indem die Mitarbeiter enger beieinander sitzen ergibt sich automatisch Kommunikation und Anteilnahme am privaten und beruflichen Leben des Kollegen. Wenn ein Unternehmen es schafft, Teamspirit und Motivation in den Teams und der gesamten Firma hochzuhalten, können die Synergieeffekte tatsächlich wirken und die Gesamtproduktivität gesteigert werden. Teamerfolge geben dieser aktiv-vernetzten Art der Zusammenarbeit recht.

Doch wo ist der Haken? In der Theorie klingt das alles gut und einfach. Es sind die zwischenmenschlichen Themen, die das schöne Konstrukt ins Wanken bringen können. Nicht jeder ist ein Teamplayer, nicht jeder hat Lust ständig und auf Kommando zu socialisen und zu networken. Manche Menschen arbeiten lieber für sich und in Ruhe.

Gute Büroplaner sorgen zwar für gute Akustik, doch auch Kopfhörer schützen nicht vor der häufigen Ablenkung. Das Unterbewusstsein nimmt alle Bewegungen und Geräusche im Umkreis wahr und so kann und möchte nicht jeder arbeiten.

Diese Bedürfnisse allerdings mitzuteilen oder gegen Kritik durchzusetzen, führt häufig zu Konflikten. Der Druck nicht ausgeschlossen zu werden, gleichzeitig aber unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen zu sein, kann Mitarbeiter extrem belasten.

Das Gleiche gilt für alle Arten von After Work Aktivitäten. Viele Menschen möchten nach einem Arbeitstag zu ihren Familien, Partnern oder einfach ihre Ruhe und Zeit für Hobbies. Nicht jeder will sich beim Sport mit den Kollegen messen oder vergleichen. Der Spagat zwischen Teamgeist und persönlicher Freiheit wird somit zur Zerreissprobe. Wie bleibt man vom After Work Treffen fern, ohne zum Aussenseiter zu werden?

Die After-Work Veranstaltungen

In den 90er Jahren entstand die After Work Bewegung in New York und schwappte bald über London nach Europa. Nach einem anstrengenden, erfolgreichen Tag nach der Arbeit mit den Kollegen noch ein ungezwungenes Bier zu trinken, oder gemütlich essen zu gehen ist eigentlich eine gute Sache.

Geschäftliche Themen können auf privater Ebene noch vertieft werden und der Teamgeist wird in der ungezwungenen Stimmung gefördert. Probleme können in lockerer Atmosphäre leichter angesprochen werden. Der Chef hat die Chance seine Mitarbeiter besser kennenzulernen und es ist einfach neue Kontakte zu knüpfen.


Bei After Work Veranstaltungen können berufliche Themen in gemütlicher Atmosphäre besprochen werden. (Bildquelle: DGLimages – shutterstock.com)


Gerade für Kollegen, die neu im Unternehmen sind oder Mitarbeiter ohne Partner oder Familie bieten gemeinsamen After Work Veranstaltungen eine gute Gelegenheit Leute kennenzulernen.

Direkt nach der Arbeit etwas zu unternehmen und dennoch recht früh ins Bett zu kommen, um am nächsten Morgen pünktlich am Arbeitsplatz zu sein hat durchaus seine Vorteile.

Da sich auch der Fitnesstrend in vielen Unternehmen immer stärker durchsetzt weichen klassische Bar, Restaurant oder Disco Besuche übrigens immer häufiger sportlichen Aktivitäten.

Fitnessstudio mit anschliessendem Sauna Besuch, gemeinsames Joggen oder Walken werden immer beliebter. Je nach Unternehmen können auch Bowling, Tennis oder Golf auf dem After Work Plan stehen.

Grundsätzlich ist der Sinn der After-Work-Party, den Arbeitstag gemütlich ausklingen zu lassen und dabei neue Bekanntschaften zu schliessen. Aktivitäten nach der Arbeit dienen dem Team, aber ein zu viel des Guten schlägt schnell ins Gegenteil um und lässt die tolle Stimmung kippen. Der wichtigste Punkt bei interaktiver Zusammenarbeit ist auch die Grenzen und Bedürfnisse der einzelnen im Blick zu behalten.

 

Titelbild: alphaspirit – shutterstock.com


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