Schleif- und Poliermaschinen: Damit es glatt wird – schleifen, polieren, läppen

04.06.2014 |  Von  |  Maschinen
Keine Beiträge mehr verpassen? Hier zum Newsletter anmelden!
Schleif- und Poliermaschinen: Damit es glatt wird – schleifen, polieren, läppen
5 (100%)
1 Bewertung(en)

Eine glatte Oberfläche eines Werkstücks ist nicht nur eine Frage der Schönheit. Viele technische Prozesse sind von der Oberflächengüte der verwendeten Vorprodukte abhängig. Glatte Oberflächen sind beispielsweise für technisch anspruchsvolle Beschichtungen, für die Herstellung von Dichtflächen oder aus hygienischen Gründen notwendig. Für das Schleifen und Polieren von Werkstücken bietet die Industrie eine ganze Reihe interessanter Maschinen und Anlagen an.

In jeder Schlosserwerkstatt ist ein Schleifbock zu finden. Dieser besteht aus einem kräftigen Elektromotor, der eine oder zwei Schleifscheiben antreibt. Die Maschinen sind für viele technische Anwendungen wichtig. Vor allem zum Entgraten frisch ausgebrannter, gestanzter oder gegossener Produkte werden sie häufig eingesetzt.



Um gerade Flächen von Produkten von Anhaftungen, Roststellen und anderen Unebenheiten zu befreien, werden hauptsächlich Bandschleifmaschinen eingesetzt. Eine Bandschleifmaschine besteht im Wesentlichen aus einem breiten Gurt aus Sandpapier, welcher zwischen einer Spann- und einer Antriebsrolle in eine Drehbewegung versetzt wird.

Bandschleifmaschinen sind als kleine Tischgeräte für den gelegentlichen Gebrauch und als grosse Anlagen verfügbar. Diese in der Serienfertigung häufig eingesetzte Maschine besteht aus einem dichten Gehäuse, welches die zu schleifenden Produkte mittels eines Förderbandes in sein Inneres transportiert. Dort werden die Produkte in mehreren Schritten mit integrierten Bandschleifern bearbeitet.

Um plastisch geformte Werkstücke vollflächig abschleifen zu können, werden Fladder eingesetzt. Diese verwenden anstatt Schleifbändern rotierende Rundbürsten, welche ein Werkstück bis in den letzten Winkel von Unebenheiten befreien können. Diese Bürstenköpfe sind in einer grossen Bandbreite an Härtegraden und Korngrössen verfügbar, so dass mit den Geräten in einer Serienfertigung stets gute Ergebnisse erzielt werden können.

Reicht Schleifen aus optischen oder fertigungstechnischen Gründen nicht mehr aus, kommen Poliermaschinen zum Einsatz. Diese sind technisch einfacher als Schleifmaschinen. Sie bestehen aus einer Trommel, in welche die Schleif- und Poliersteine eingefüllt werden. Die Werkstücke werden hinzugegeben und die Trommel in Rotation versetzt. Nun schleifen die kleinen Poliersteine die Werkstücke umseitig so lange ab, bis der gewünschte Poliergrad erreicht wird.

Das Läppen ist die bis heute feinste Art des Schleifens. Dieses Verfahren wird dazu eingesetzt, extrem präzise Geometrien in ein Werkstück einzuarbeiten. Wenn eine Genauigkeit auf zehntausendstel Millimeter verlangt wird, ist eine Läppmaschine die beste Wahl. Der Träger des Schleifgutes ist bei Läppmaschinen kein Band, Stein oder eine Bürste, sondern ein Fluid. Es besteht aus einem Pulver oder einem dickflüssigen Wasser-Schleifgut-Gemisch, welches gezielt auf eine zu schleifende Oberfläche aufgespritzt wird. Das Schweizer Unternehmen Stähli ist einer der weltweit führenden Entwickler hochwertiger Läppmaschinen.



 

Oberstes Bild: © Alaettin YILDIRIM – Shutterstock.com



Trackbacks

  1. Werkzeuge und Kleinmaschinen immer zur Hand › betriebseinrichtung.net

Ihr Kommentar zu:

Schleif- und Poliermaschinen: Damit es glatt wird – schleifen, polieren, läppen

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.