Sommerzeit – Einbruchszeit

05.06.2019 |  Von  |  Sicherheit
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Sommerzeit – Einbruchszeit
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Der Sommer steht vor der Türe und mit ihm die Betriebsferien für viele Betriebe und Unternehmen. Sieht ein Gebäude verlassen aus, ist es ideales Ziel für Einbrecher. Das Gleiche gilt für die Stunden in der Nacht. Büros und Geschäfte sind leer, beste Gelegenheit für Einbrecher um auf Beutetour zu gehen. Täter machen sich in Regel einen genauen Plan und kommen eigentlich auch überall hinein, wo sie hinein wollen. Trotzdem – je mehr Hindernisse ihnen in den Weg gelegt werden, desto mehr Zeit brauchen sie.

Und Zeit ist kostbar, weil mit jeder Minute das Risiko steigt, ertappt zu werden. Klar, dass Einbrecher sich deshalb Ziele suchen, die leicht zu bewältigen sind. Treten zu viele Hindernisse auf, suchen sie sich oft ein anderes Ziel. Vor allem kleine Unternehmen sollten die richtigen Vorkehrungen treffen, da Folgekosten eines Einbruchs für sie manchmal existenzbedrohend sein können. Was kann man nun tun, um es Einbrechern so schwierig wie möglich zu machen? Es gibt einige Tipps, die Sie beachten sollten.

Erarbeitung eines Sicherheitskonzepts

Bevor Sie mit der Umsetzung des Einbruchschutzes beginnen, sollten Sie Ihre Versicherungsunterlagen genau lesen und mit dem Ist-Stand Ihres Unternehmens abgleichen. Manche Versicherungen zahlen im Schadensfall nur dann, wenn bestimmte Sicherheitsbestimmungen erfüllt wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt Ihnen Ihre Betriebsversicherung mit Sicherheit genaue Informationen über notwendige Installationen von Einbruchsschutzmassnahmen. Auch die Polizei kann helfen und vor Ort Schwachstellen am Gebäude aufzeigen.

Fenster und Türen sichern

Meist sind die Schwachstellen eines Gebäudes die Fenster und die Türen. Es klingt so simpel, aber es ist sehr wichtig, während der Abwesenheit die Fenster und Türen richtig zu schliessen. Eine Tür darf nicht nur einfach zugezogen werden, sie muss auch richtig abgeschlossen sein. Sehr oft findet die Polizei die Türen nach einem Einbruch intakt, weil es den Einbrechern zu leicht gemacht wurde. Die Türe wurde nicht abgeschlossen, deshalb konnte der Verriegelungsmechanismus nicht in Gang gesetzt werden. Für Fenster gilt das gleiche, nachts oder bei Abwesenheit müssen die Fenster geschlossen werden.

Auch gekippte Fenster sind wie eine Einladung für einen Einbrecher, deshalb sollte nur tagsüber gelüftet werden, nicht aber nachts. Für noch mehr Sicherheit sorgt eine Fenstersicherung. Die spezielle Sicherheitstechnik kann unkompliziert angebracht werden und ist ein wichtiger zusätzlicher Schritt, es Einbrechern schwerer zu machen. Eine wirksame Fenstersicherung kann Einbrecher oft schon von ihrem Vorhaben abbringen.

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Fenstersicherungen, eine mechanische oder eine automatische. Für welche Sie sich auch entscheiden, sie sollte unbedingt von einem Fachmann montiert werden. Türen werden sehr oft mit einfachen Mitteln wie etwa Schraubenziehern aufgebrochen. Eine zusätzliche Verriegelungen entlang der Türe reichen meist aus, um dem Einbrecher Zeit und Motivation zu rauben.



Elektronische Schutzmassnahmen

Zu den elektronischen Schutzmassnahmen zählen Bewegungsmelder, Überwachungskameras, Alarmanlagen oder Zeitschaltuhren. Letztere können Ihre Anwesenheit vortäuschen und somit den Einbrecher gar nicht erst verleiten, Ihr Gebäude anzuvisieren. Mithilfe des Smartphones können elektronische Massnahmen miteinander vernetzt werden. Es kann beispielsweise von Ihnen festgelegt werden, dass das Licht im Gebäude angeht, sobald sich jemand an Türen oder Fenstern zu schaffen macht.

Mithilfe einer Livebild Überwachungskamera könne Sie den Einbrecher sehen, ist die Kamera mit einer Sprachfunktion ausgestattet, können Sie den Einbrecher sogar direkt ansprechen und ihn gleichzeitig erschrecken und vertreiben. Das Smartphone kann durch die Aktivierung spezieller Sensoren auch automatisch die Polizei verständigen.

Weitere wichtige Massnahmen

Hinterlegen Sie niemals einen Schlüssel in der Nähe der Eingangstüre. Manche Türen sind mit Codes gesichert, in diesem Fall sollte der Code regelmässig geändert werden, vor allem dann, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Auch für Firmengelände gilt, dass hohe Sträucher und Bäume gestutzt werden sollen. Das gibt freie Sicht auf das Gebäude und erschwert es Einbrechern, sich dahinter zu verstecken. Montieren Sie an eventuell vorhandene Balkon- oder Terrassentüren Aufbruchssperren.

Hilfreich sind auch Rollläden oder Rollgitter, die bei Abwesenheit natürlich geschlossen werden sollten. Rund um das Gebäude sollten sich keine Utensilien wie Leitern, Regentonnen etc. befinden, die den Einbrechern als Einstiegshilfe nützlich sein könnten. Es gilt als selbstverständlich, dass alle Wertsachen und wichtige Papiere noch einmal zusätzlich mit einem einbruchsicheren Safe gesichert werden. Falls sich Nachbarn in der Nähe befinden, ist es von Vorteil, wenn diese aufmerksam sind und bei Verdacht sofort die Sicherheitskräfte informieren.

Schulung der Mitarbeiter

Auch die beste Technik hilft nur mangelhaft, wenn die Mitarbeiter über die Handhabung nicht informiert sind. Sie sollten geschult werden im Umgang mit der Technik und sensibilisiert sein für den Ernstfall. Es ist wichtig, klare Regeln festzulegen, etwa muss geklärt sein, wer verantwortlich ist für die Schliessung der Türen und Fenster oder die Inbetriebnahme der Alarmanlage. Durch gezielte Schulung können Sie auch darauf vertrauen, dass Ihre Mitarbeiter keinen Fehler machen bei der Aktivierung.

 

Titelbild: Brian A Jackson – shutterstock.com


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