Abkantpressen machen Blech krumm

12.08.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Abkantpressen machen Blech krumm
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Eine Abkantpresse ist eine metallverarbeitende Werkzeugmaschine, welche zur formenden Gestaltung von dünnwandigen Blechen eingesetzt wird. Abkantpressen schneiden kein Metall, sondern verbiegen es lediglich. Die zulässigen Zugspannungen eines Werkstoffs werden auf Abkantpressen deshalb nicht überschritten. Im täglichen Gebrauch werden Abkantpressen als „Kantbänke“ bezeichnet.

Auf Abkantpressen werden glatte Metalltafeln zu ein- oder mehrfach gefalzten Profilen verarbeitet. Das Blech wird dabei stets quer zur Falzrichtung in die Maschine geschoben. Mit einem schrittweisen Biegen kann der vormals ebenen Blechtafel eine komplexe Struktur gegeben werden. Einfach gekantete Bleche kommen in der Bautechnik häufig zum Einsatz. Von Stahlwinkeln in verschiedenen Grössen bis zu Kantblechen im Dach- oder Fassadenbau sind gekantete Bleche in der Bautechnik weit verbreitet. Im Dach- und Fassadenbau werden Kantbleche besonders zum Anschluss von Sandwichplatten eingesetzt. Der Schaltschrankbau und der Automobilbau haben ebenfalls einen hohen Bedarf an Kantblechen. Ebenso wird bei der Fertigung von Stahlregalen auf gekantete Bleche zurückgegriffen. Karosseriewerkstätten verfügen standardmässig über kleine, manuell betätigte Abkantpressen. Auf diesen fertigen sie Reparaturbleche zum Instandsetzen von Karosserien nach Rost- oder Unfallschäden.

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Bohrwerke schaffen grosse Bauteile

08.08.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Bohrwerke schaffen grosse Bauteile
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Das Standardgerät zum freien Bearbeiten von Metallblöcken ist der Fräser. Diese Universalmaschinen leisten in vielen Betrieben beste Dienste. Üblicherweise sind Fräsmaschinen portalgeführt oder arbeiten mit einem Mehrachsen-Gelenkarm. Für weiche Werkstoffe oder kleine Bauteile ist diese Werkzeugführung auch völlig ausreichend. Auch wenn nur wenige Millimeter vom Werkstück abgetragen werden müssen, kann eine herkömmliche Fräsmaschine bedenkenlos eingesetzt werden.

Es gibt aber Grenzbereiche, in denen eine herkömmliche Fräsmaschine nicht mehr ausreicht. Gerade bei besonders grossen Werkstücken ist eine Fräsmaschine mit geführtem Mehrachsen-Werkzeug nicht mehr präzise genug. Um auch in grossen Dimensionen eine hohe Qualität liefern zu können, muss die Werkzeugmaschine anders als eine Fräse ausgelegt sein. Das Hauptproblem beim Fräsen sind die wirkenden Querkräfte. Je mehr Material in einem Arbeitsgang von einem Block aus Grundwerkstoff abgetragen werden soll, desto mehr wird die Führungsmechanik der Fräse beansprucht.

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Werkzeugschleifmaschinen

05.08.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Werkzeugschleifmaschinen
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Das zerspanende Verarbeiten von metallischen Werkstoffen ist für die eingesetzten Werkzeuge stets eine hohe Belastung. Gleichgültig ob gefräst, gesägt oder gebohrt werden soll, in der Regel ist das eingesetzte Schneidmittel nach wenigen Einsätzen nicht mehr verwendbar. Dem spanenden Bearbeiten von Metallprodukten kommt jedoch in der industriellen Fertigung eine hohe Bedeutung zu. Vor allem Einzelstücke, Prototypen oder Kleinserien sind wirtschaftlicher auf Fräsmaschinen herzustellen, statt extra für sie ein Werkzeug anzufertigen.

Ab bestimmten Materialdicken sind auch keine anderen Herstellungsverfahren mehr möglich als das spanende Bearbeiten oder zumindest die Nacharbeit auf diesem Weg. Produkte aus Stahlguss müssen, sofern es sich um technische Komponenten handelt, ebenfalls an den Anschlussstellen nachgearbeitet werden. Extrudierte oder stranggegossene Werkstoffe werden mit Hartmetallsägen getrennt, und für das Einbringen von präzisen Bohrungen sind spanende Verfahren bis heute alternativlos. Der grosse Vorteil der Zerspanung liegt in ihrer hohen Präzision. Anschlussstellen, Passungen, Fassungen für Lager oder die bereits benannten Bohrungen sind nur mit spanenden Verfahren in der gewünschten Präzision herstellbar.

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Schwerstarbeiter für höchste Präzisionen – Werkzeugfräsmaschinen

05.08.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Schwerstarbeiter für höchste Präzisionen – Werkzeugfräsmaschinen
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Als technikfremder Zeitgenosse kann man mit dem inflationären Gebrauch des Begriffes „Werkzeug“ schon einmal durcheinander kommen. In der Tat sind mit diesem Begriff mitunter im weitesten Sinne verschiedene Dinge gemeint. Gemeinsam ist allen Werkzeugen, dass sie die Schnittstelle zwischen der Maschine und dem verarbeiteten Rohmaterial sind. Am Werkzeug wird das Produkt bearbeitet, so könnte man für den allgemeinen Sprachgebrauch diese Komponente einer Fertigungsmaschine definieren.

Unterscheiden muss man aber zwischen produktspezifischen und universell einsetzbaren Werkzeugen. Die produktspezifischen Werkzeuge können nur ein ganz bestimmtes Produkt auf eine ganz bestimmte Weise herstellen. Werkzeuge auf Spritzgussmaschinen können nur Kunststoffprodukte herstellen. Werkzeuge auf Pressen können nur Bleche umformen. Werkzeuge auf Stanzen können nur ganz bestimmte Konturen aus einem Blech heraustrennen. Werkzeuge in Druckgussmaschinen können nur Gussmetall-Produkte oder Produkte aus Glas herstellen. Für alle diese Produkte gilt: Will man auf ein und derselben Maschine ein anderes Produkt herstellen, ist jedes Mal ein komplett neues Werkzeug notwendig.

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Der hebt was weg – Portalkräne sind für Schwerlasten da

05.08.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Der hebt was weg – Portalkräne sind für Schwerlasten da
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Um in einem lokal begrenzten Bereich schwere und sperrige Lasten versetzen zu können, kommen Portalkräne zum Einsatz. Portalkräne sind konstruktiv besonders gut für den Aussenbereich einzusetzen. Sie benötigen keine Hallen, sondern haben ihre gesamte stützende Statik bereits konstruktiv eingebaut. Das macht sie zu den aufwändigsten Kränen, die es gibt. In vielen Fällen sind sie jedoch alternativlos. Gut gewartet, sind sie jahrzehntelang einsatzfähig.

Ein Portalkran besteht aus vier Stützen, welche auf fahrbaren Rollen stehen und mit einer Quertraverse verbunden sind. Stütze und Quertraverse sind bei grossen Portalkränen aus geschweissten Stahlrohren in Fachwerkbauweise aufgebaut. Kleinere Portalkräne verwenden für die Standfüsse und die Quertraverse Kastenprofile. Sie sind preiswerter und schneller installiert, haben aber auch nur eine geringere Leistungsfähigkeit. Mit beiden Konstruktionsarten erreichen Portalkräne grosse Traglasten bei geringem Eigengewicht. Die Verbindung zwischen Quertraverse und Stützen ist nur einseitig fest miteinander verbunden.

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Spanplatten und preiswertes Holz mit Furnieren veredeln – Teil 2: Vom Blatt zum Produkt

31.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Maschinen  | 
Spanplatten und preiswertes Holz mit Furnieren veredeln – Teil 2: Vom Blatt zum Produkt
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Spanplatten, Leimbinder und preiswerte Weichhölzer lassen sich mit Furnieren zu hervorragenden Produkten veredeln. Die auf diese Weise hergestellten Platten verbinden die Vorteile ihrer Ausgangstoffe. Die preiswerten Werkstoffe für den Kern der furnierten Platten sind leicht und gut zu bearbeiten. Sie müssen schliesslich umfassend gefräst, gesägt und gebohrt werden, bevor sie als Bauteil für ein Möbelstück eingesetzt werden können. Die Furniere haben neben der Aufwertung der Optik einer preiswerten Platte die Aufgabe, sie für einen jahrelangen Einsatz tauglich zu machen. Furnierhölzer sind wesentlich härter als ihre Kernmaterialien und sind zudem wasserdicht. Sie lassen sich hervorragend schleifen, polieren und versiegeln. Die Kombination aus preiswerter Kernplatte und hochwertigem Furnier ist deshalb eine ideale Ergänzung beider Augangsmaterialien.

Im ersten Teil wurde der Weg des Furniers vom Stamm zum Blatt erklärt. In diesem zweiten Teil wird der Prozess der weiteren Verarbeitung von Furnieren beschrieben.
Nachdem die Blätter zugeschnitten, getrocknet und geglättet wurden, können sie ihrem eigentlichen Zweck zugeführt werden. Die Kernplatte und das Furnierblatt werden vollflächig mit einem Klebstoff benetzt und anschliessend dauerhaft miteinander verbunden. Die Maschinen, welche dazu zum Einsatz kommen, nennt man Etagenpressen. Diese bestehen aus mehreren übereinander angeordneten Heizplatten. Sie können durch diese Etagenbauweise zahlreiche Furnierplatten auf einmal verarbeiten. Dies macht die Etagenpressen sehr effizient. Auf jede Heizplatte wird eine Furniertafel abgelegt. Anschliessend fahren die Heizplatten unter hohem Druck zusammen und werden mit Wärme belegt. Wärme und Druck erzeugen durch den verwendeten Kleber eine dauerhafte Verbindung zwischen Furnier und Platte.

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Spanplatten und preiswertes Holz mit Furnieren veredeln – Teil 1: Vom Stamm zum Blatt

31.07.2014 |  Von  |  Allgemein, Maschinen  | 
Spanplatten und preiswertes Holz mit Furnieren veredeln – Teil 1: Vom Stamm zum Blatt
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Um Platten aus Pressspan, Leimbindern oder preiswerten Vollhölzern zu optisch ansprechenden Platten aufzuwerten, werden Furniere eingesetzt. Dies sind dünne Blätter aus hochwertigem Holz. Furniere sind in der gesamten Möbelindustrie und im Innenausbau extrem wichtig. Die für die Serienfertigung von Furnierprodukten benötigten Maschinen spielen in der Holzindustrie eine grosse Rolle. Teilweise können die Furnierarbeiten mit Maschinen aus dem allgemeinen Maschinenpark durchgeführt werden. Für die meisten Arbeitsschritte sind bei der Furniertechnik jedoch Spezialmaschinen notwendig.

Der Rohstoff, aus dem Furniere gemacht werden, ist Holz aus Vollstämmen. Es kommen dazu nur Edelhölzer in Frage. Europäische Edelhölzer sind beispielsweise Eiche, Kirsche oder Buche. In der Furnierindustrie wird jedoch sehr viel mit tropischen Edelhölzern gearbeitet. Die hier eingesetzten Hölzer sind Mahagoni oder Teak. Diese Edelhölzer haben neben einer ansprechenden Optik auch gute technische Eigenschaften. Diese Hölzer sind sehr hart und undurchlässig gegen Wasser. Das macht sie für eine stossfeste Versiegelung einer weichen Vollholz-, Leimbinder-, oder Pressspanplatte ideal. Sie geben diesen preiswerten Materialien eine wertige Optik und machen sie gleichzeitig gebrauchstauglich für den täglichen Einsatz.

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Maschinen für Wald und Forst

30.07.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Maschinen für Wald und Forst
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Wald- und Forstarbeit hat etwas Romantisches. Man stellt sich gerne Flanellhemd tragende, muskelbepackte Recken vor, die mit schmetternden Liedern und schwingenden Äxten den Bäumen das Fürchten lehren. Doch von diesen Vorstellungen sollte man sich verabschieden. Die High-Tech ist zwar auch in der Forsttechnik angekommen. Dennoch ist der Wald, insbesondere wenn es um den Holzschlag geht, einer der gefährlichsten Arbeitsplätze, die es gibt.

Aus diesem Grund ist das Gerät, welches in Wald und Forst erforderlich ist, nicht mit Standardfahrzeugen abzudecken. Die Forsttechnik hat in den letzten zwanzig Jahren gewaltige Fortschritte gemacht, welche sich nicht nur in Sicherheit und Effizienz niederschlagen. Auch für den Forst an sich arbeiten die modernen Maschinen wesentlich schonender und umweltfreundlicher, als es die früheren Generationen vermochten.

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Dein Freund, der Roboter

25.07.2014 |  Von  |  Fördertechnik, Maschinen  | 
Dein Freund, der Roboter
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Die moderne Massenfertigung käme ohne Industrieroboter nicht mehr aus. Die Vorteile dieser Hilfssysteme haben sie in der industriellen Produktion absolut unentbehrlich gemacht. Dabei stehen sie auch heute noch stark in der Kritik.

Es ist unbestritten, dass durch den Einsatz von Industrierobotern viele manuelle Arbeitsplätze verloren gehen. Aber man sollte schon das ganze Bild betrachten: Was sind das für Arbeitsplätze, die an diesen Stellen wegrationalisiert werden? Ist es wirklich menschenwürdig, tagaus, tagein, womöglich auch im Dreischichtbetrieb, immer die gleiche Tätigkeit zu machen? Sollte die menschliche Lebenszeit für diese Art von Arbeit nicht ganz einfach zu schade sein?

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Der Schleifbock – Standardgerät in jeder Werkstatt

16.07.2014 |  Von  |  Maschinen  | 
Der Schleifbock – Standardgerät in jeder Werkstatt
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Kaum ein stationäres Gerät ist zuverlässiger in jeder Werkstatt oder Schlosserei anzutreffen als der Schleifbock. Wenn es darum geht, ein Werkstück, Hilfsmittel oder Werkzeug sicher zur entgraten, zu schärfen, zu fasen oder ganz allgemein nachzubearbeiten, ist der Schleifbock das erste Werkzeug der Wahl.

Ein Schleifbock ist recht einfach aufgebaut. Auf einem Grundgestell aus massivem Stahlguss ist ein gekapselter Elektromotor angebracht. Mit einer durchgehenden Welle werden eine oder zwei Schleifscheiben angetrieben. Schleifböcke mit einem übersetzten Antrieb werden hauptsächlich bei sehr grossen Schleifscheiben verwendet. Die Übersetzung geschieht meist mittels eines einfachen Treibriemens. Ein aufwändiges Getriebe ist bei diesen Maschinen zumeist nicht sinnvoll unterzubringen. Zum einen verteuert es das gesamte Werkzeug, zum anderen vertragen sich die ineinandergreifenden Zahnräder eines Getriebes nicht gut mit einer Atmosphäre, die permanent mit Schleifstaub angereichert ist.

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